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Robben-Kritik am Führungsstil © APA (epa)

Lediglich ein Pünktchen trennt Hannover 96 und Bayern München im Kampf um den dritten Platz in der deutschen

Lediglich ein Pünktchen trennt Hannover 96 und Bayern München im Kampf um den dritten Platz in der deutschen Fußball-Bundesliga und damit um die Qualifikation für die Champions League. In der drittletzten Runde haben die zwei Anwärter jeweils Heimvorteil, die Niedersachsen am Samstag Nachzügler Borussia Mönchengladbach (Martin Stranzl), die Bayern am Sonntag FC Schalke 04 zu Gast.

"Wenn wir dreimal gewinnen, ist es egal, wie Bayern spielt. Wir können es aus eigener Kraft schaffen. Das ist eine große Motivation", sagte 96-Trainer Mirko Slomka. Der Chef von ÖFB-Teamverteidiger Emanuel Pogatetz warnte seine Truppe jedoch davor, die kommende Aufgabe als Selbstläufer zu betrachten. "Die Gladbacher haben sich stabilisiert. Wir müssen Geduld zeigen. Wenn sie das Risiko erhöhen, müssen wir zur Stelle sein."

"Königsklasse" oder nur Europa League? Bei den viertplatzierten Bayern liegen im Endspurt um den dritten Tabellenplatz hingegen die Nerven blank, nachdem Star Arjen Robben indirekt den laschen Führungsstil von Kapitän Philipp Lahm kritisiert hat. Der deutsche Verteidiger des Titelverteidigers sagte zu den Angriffen mitten in der angespannten sportlichen Lage: "Ich weiß nicht, was seine Motivation war. Ich werde das mit ihm besprechen."

Der Niederländer hatte betont, es fehle in der wichtigen Saisonphase ein Führungsspieler wie es sein zum AC Milan abgewanderter Landsmann Mark van Bommel gewesen sei. Mit einem Wutausbruch meldete sich anschließend auch Bastian Schweinsteiger zu Wort. "Ich bin kein Chefchen. Jeder hört in der Kabine auf das, was ich sage", wetterte Lahms Stellvertreter und verließ mit zorniger Miene und bajuwarischen Kraftausdrücken die Pressekonferenz vor dem Schalke-Spiel.

WM-Torschützenkönig Thomas Müller brachte die Stimmung im Lager des aktuellen Double-Gewinners auf den Punkt: "Es ist ein Scheißgefühl. Die Qualifikation für die Champions League ist gefährdet!" Im Kampf um einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschluss stehen Millionen-Einnahmen auf dem Spiel.

"Es wird eine sehr enge Angelegenheit. Wir müssen alles in die Waagschale werfen", appellierte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Wenn der Vizemeister, dessen Torhüter Manuel Neuer auf Bayerns Einkaufliste steht, in der Allianz Arena antritt, haben die Hausherren auch zwei Rechnungen zu begleichen. Die Münchner haben im Herbst gegen Schalke auswärts 0:2 und daheim im DFB-Cup-Halbfinale 0:1 verloren.

Im achten Anlauf strebt der FSV Mainz (Christian Fuchs/Andreas Ivanschitz) daheim den ersten Derby-Sieg gegen Eintracht Frankfurt an. "Wir halten den Ball flach und investieren ins Szenario keine Energie", sagte Trainer Tuchel, der um den Einsatz von ÖFB-Verteidiger Christian Fuchs (Oberschenkelverhärtung) bangt.

Zum Duell zweier "Ösi"-Vereine kommt es zwischen TSG 1899 Hoffenheim (David Alaba, Andreas Ibertsberger) und dem VfB Stuttgart (Martin Harnik litt zuletzt an Rückenproblemen), wobei die Schwaben für den Klassenerhalt Punkte benötigen. Der sechstplatzierte 1. FC Nürnberg (Rubin Okotie) fühlt auswärts Fast-Meister Borussia Dortmund auf den Zahn. Bayer Leverkusen, mit fünf Zählern Rückstand erster BVB-Verfolger, muss zum 1. FC Köln, der erstmals unter Interimstrainer Volker Finke antritt.

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