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Fans fordern Titel © APA

Sturm Graz will nach dem 5:0-Erfolg im Steiermark-Derby gegen Kapfenberg am Samstag gegen den Vorletzten SV Mattersburg den

Sturm Graz will nach dem 5:0-Erfolg im Steiermark-Derby gegen Kapfenberg am Samstag gegen den Vorletzten SV Mattersburg den nächsten "Pflichtsieg" im Kampf um den Bundesliga-Meistertitel folgen lassen. Nicht nur die Tabelle, sondern auch die Statistik spricht vor dem Spiel der 31. Runde klar für den Tabellenführer.

Sturm ist im direkten Duell mit Mattersburg seit 16 Partien ungeschlagen (9/7/0) und hat die jüngsten sechs Heimspiele allesamt gewonnen. "Die ganzen Zahlen sind ein Blödsinn. Mattersburg hat ein Topfrühjahr hingelegt, mit sehr starken Auftritten gegen Rapid und die Austria. Das sollte aussagekräftig genug sein", hält Sturm-Coach Franco Foda nichts von Statistiken. Seine Elf habe sich "bestens" auf das Duell mit den Burgenländern vorbereitet. "Wir haben diese Woche zielstrebig auf das Spiel hingearbeitet, meine Mannschaft hat sehr konzentriert agiert", resümierte Foda zufrieden.

Gegen die Burgenländer gelte es nun die zuletzt in Kapfenberg gezeigte starke Leistung zu bestätigen. "Wenn die Mannschaft wirklich gut ist, kann sie auch zweimal hintereinander eine gute Leistung abrufen. Erst durch konstant gute Leistungen zeichnet sich die Qualität ab", meinte Foda. In allzu große Euphorie sei man nach dem 5:0 nicht verfallen. "Fußball ist ein Tagesgeschäft, alles ist sehr schnelllebig. Ich und die Mannschaft lassen uns nach Niederlagen genauso wenig aus der Ruhe bringen wie nach einem 5:0-Sieg in Kapfenberg", unterstrich der Sturm-Trainer.

Für den Deutschen ist es das 100. Bundesliga-Heimspiel auf der Sturm-Trainerbank, bisher hat er es auf 53 Siege, 26 Remis und 20 Niederlagen gebracht. Patrick Wolf fehlt aufgrund eines Muskelfaserrisses, der Einsatz von Timo Perthel ist wegen Knöchelproblemen fraglich. Der in Kapfenberg geschonte 16-fache Saisontorschütze Roman Kienast könnte diesmal wieder von Beginn an zum Einsatz kommen.

Im Gäste-Lager hat Coach Franz Lederer abgesehen von den Ausfällen von Bliem und Doleschal die Qual der Wahl. Vor allem an vorderster Front, wo mit Ilco Naumoski, Patrick Bürger und dem zuletzt gesperrten Robert Waltner drei gefährliche Stürmer um die zwei freien Plätze kämpfen. "Waltner hat bei der Austria eine sehr starke Leistung gezeigt, Bürger ist immer für ein Tor gut, genauso wie Naumoski", sagte der Mattersburg-Trainer, der vorerst noch keine Entscheidung getroffen hatte.

Nach dem 1:1-Heimremis gegen das Schlusslicht LASK, das dank eines Abseitstores von Bürger erst in der Nachspielzeit fixiert wurde, und dem vierten Spiel in Folge ohne Niederlage, gehen die Mattersburger mit viel Selbstvertrauen ins Spiel. "Wir sind gut unterwegs, haben unser richtiges Auftreten gefunden und können jeden ärgern", betonte Lederer. Die Grazer seien klarer Favorit. "Die Gegner sind zum Gewinnen gezwungen, wenn Mattersburg als Vorletzter kommt", sagte Lederer.

Von einem vorzeitigen Klassenerhalt wollen die Burgenländer trotz neun Punkten Vorsprung auf den LASK noch immer nichts wissen. "Es ist angenehmer, neun Punkte Vorsprung zu haben als sechs, aber es sind noch immer sechs Spiele zu spielen", erinnerte Lederer. Der letzte Sieg im direkten Duell gelang am 9. Dezember 2006 in Mattersburg (1:0), in Graz waren die Burgenländer zuletzt am 13. Mai 2006 (1:0) erfolgreich.

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