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Innviertler wollen noch um Meisterschaft spielen © APA (Pessenlehner)

Drei Highlights in Folge warten auf die SV Ried in den nächsten Tagen. Den Anfang macht am Samstag (18.30 Uhr) das

Drei Highlights in Folge warten auf die SV Ried in den nächsten Tagen. Den Anfang macht am Samstag (18.30 Uhr) das Oberösterreich-Derby in der Fußball-Bundesliga auswärts gegen das Schlusslicht LASK. Nach dem Cup-Halbfinale gegen Rapid im eigenen Stadion am Mittwoch, treffen die Rieder am 8. Mai zum Abschluss der 32. Runde in ihrem 500. Bundesliga-Spiel vor eigenem Publikum auf Sturm Graz.

Die Rollen sind vor dem Duell des seit vier Runden ungeschlagenen Vierten mit dem Letzten klar verteilt. Die vier Punkte hinter Tabellenführer Sturm liegenden Rieder sind mitten im Kampf um den Meistertitel sowie die Europacup-Plätze, die Linzer demgegenüber mit neun Punkten Rückstand auf den Vorletzten Mattersburg sechs Runden vor Schluss fast abgestiegen.

Zudem hat die Elf von Chefcoach Paul Gludovatz alle bisherigen drei Saisonduelle zu Null für sich entschieden. "Wenn wir im Derby beim LASK punkten, können wir uns neu orientieren", hob Rieds Trainer die Wichtigkeit eines erfolgreichen Auftritts hervor. Dem Derby werde alles untergeordnet, erst danach wolle man sich mit den bevorstehenden nächsten Aufgaben beschäftigen.

Der Tabellenletzte sei im 40. Bundesligaduell der beiden Teams (12 Siege/11 Unentschieden/16 Niederlagen) keinesfalls zu unterschätzen. "Der LASK ist im Aufwind, das ist an den Resultaten erkennbar. Sie bekommen wenige Gegentreffer, wir schießen nicht viele Tore. Dann wird es eng", sagte Gludovatz.

Ein Vorteil für die Hausherren könnte auch die fast aussichtslose Lage sein. "Für mich ist das zwiespältig, wenn beim LASK schon so viele vom Kader für die Erste Liga sprechen. Wenn das 'Wurschtigkeitsgefühl' da ist, ist ein Gegner doppelt gefährlich", warnte der Ried-Coach, der auf die beiden Spanier Carrill und Nacho verzichten muss und den LASK als "Gegner auf Augenhöhe" bezeichnete.

Die Rieder warfen zuletzt Sturm Graz im Viertelfinale aus dem Cup, holten zu Hause gegen die Austria ein 1:1-Remis, bei dem sie erst in der Schlussminute den Ausgleich kassiert hatten, und sind damit nach einer Schwächeperiode wieder gut in Form. "Ziel ist es natürlich, das Derby zu gewinnen und in der Tabelle vorne dran zu bleiben", meinte Markus Hammerer. Der 21-Jährige hatte zuletzt den Spanier Guillem aus der Startformation verdrängt und gegen die Austria sein drittes Saisontor erzielt. "Im Moment stimmt meine Form. Ich habe auch in der Zeit, in der es nicht so gelaufen ist, an mir gearbeitet und nicht den Kopf hängen gelassen", sagte Hammerer.

Die Linzer wollen sich nach dem 1:1 zuletzt in Mattersburg so teuer wie möglich verkaufen. "Wir werden so auftreten, dass jeder sagt, der LASK verabschiedet sich mit Anstand, so es denn sein muss", sagte Coach Walter Schachner, der noch immer auf seinen ersten Heimsieg als LASK-Trainer warten muss. Neben der tristen sportlichen Lage ist auch die Personalsituation angespannt. Metz, Zickler und Tenesor fehlen fix, zudem sind mit Duro, Kaufmann, Aufhauser, Hart und Bukva gleich fünf Kicker angeschlagen. Sollte Kaufmann ausfallen wird Kogler als zweiter Stürmer neben Kragl fungieren.

Die Linzer haben in den jüngsten 19 Runden nur einmal gewonnen, der letzte von insgesamt nur zwei Saison-Heimsiegen gelang am 16. Oktober mit 2:1 gegen Wiener Neustadt in Pasching. Hoffnung gibt dem Schlusslicht, dass auch der Lokalrivale im Frühjahr schon zahlreiche Punkte liegenlassen musste und nur 11 von 33 möglichen Zählern holte. "Ried hat im Herbst ein bisschen über den Verhältnissen gespielt. Sie haben im Frühjahr nur zwei Spiele gewonnen, sind trotzdem noch im Titelkampf. Das zeigt, dass andere auch schwächeln", sagte Schachner. Der LASK-Trainer hofft auf den ersten Sieg in Linz im direkten Duell seit dem 28. März 2010 (3:0).

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