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Beide Teams benötigen drei Punkte © APA (Krugfoto)

Rapid peilt am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky) eine Fortsetzung des jüngsten Erfolgslaufs an. Mit einem Sieg im

Rapid peilt am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky) eine Fortsetzung des jüngsten Erfolgslaufs an. Mit einem Sieg im ausverkauften Hanappi-Stadion gegen Red Bull Salzburg würden die Hütteldorfer nicht nur ihre eigenen Meisterambitionen untermauern, sondern gleichzeitig auch den Chancen der "Bullen" auf eine erfolgreiche Titelverteidigung einen wohl entscheidenden Dämpfer versetzen.

Nach zuletzt drei Siegen in drei Pflichtspielen unter Rapids Interimscoach Zoran Barisic gehen die Grün-Weißen voller Optimismus in die Partie. "Die Mannschaft hat sich aufgrund der letzten Leistungen eine super Ausgangsposition geschaffen. Wir sind top-motiviert und freuen uns auf das Spiel", erklärte der Wiener.

Die Heimniederlage der Salzburger vor einer Woche gegen Wacker Innsbruck wollte Barisic nicht überbewerten. "Das Resultat entspricht nicht der Leistung. Die Salzburger haben viele individuell starke Kicker, wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen."

Damit dies gelingt, sei eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig. "Es gilt, kompakt zu stehen, nach vorne zu spielen und Chancen herauszuarbeiten. Auf Standard-Situationen sollten wir uns nicht verlassen", sagte der 40-Jährige, der auf die rekonvaleszenten Veli Kavlak und Rene Gartler verzichten muss und noch um den Einsatz von Markus Heikkinen bangt.

Während Rapid unter Barisic in der Defensive überzeugte, blieb ein Offensiv-Feuerwerk bisher noch aus. "Wir würden am liebsten zehn Chancen pro Match haben, aber Fußball ist kein Wunschkonzert", betonte der frühere Teamspieler. "Doch wir haben in den letzten drei Spielen immer dominiert, und dann ist es so, dass die Tore von alleine fallen. Uns ist nichts in den Schoß gefallen."

Über Aufstellung und taktische Ausrichtung hüllte sich Barisic wieder einmal in Schweigen. Selbst ob Steffen Hofmann in der Zentrale oder rechts im Mittelfeld agieren wird, ließ der Trainer offen. "Er hat auf jeden Fall alle Freiheiten im Spiel nach vorne", verriet Barisic.

Hofmann schöpft seine Zuversicht auch aus der guten Bilanz aus den bisherigen drei Saisonduellen, in denen die Salzburger nur zwei Punkte ergatterten. "Die Salzburger haben wahrscheinlich den besten und größten Kader. Aber wir haben sie in dieser Saison schon einmal daheim geschlagen und ich glaube, das können wir auch am Sonntag schaffen", meinte der Kapitän.

Für Hofmann und Co. gab es schon zwei Tage vor dem Schlager positive Nachrichten. Die Erste Bank stieg vorerst bis 30. Juni 2014 als Sponsor ein und wird dadurch auch zur neuen Hausbank des Rekordmeisters. Das Logo der Erste Bank wird allerdings nicht auf dem Rapid-Trikot zu sehen sein.

Die Suche nach Geldgebern ist in Salzburg dank der Red-Bull-Millionen obsolet geworden, dafür plagen Interimscoach Ricardo Moniz ganz andere Sorgen. Der Niederländer muss unter anderem die verletzten Eddie Gustafsson und Franz Schiemer vorgeben, auch Mendes da Silva droht wegen einer Sprunggelenksverletzung auszufallen.

Dennoch glaubt Moniz an ein Erfolgserlebnis in Wien. "Das 2:3 gegen Wacker war zwar eine sehr, sehr große Enttäuschung. Wir sind aber wieder positiv eingestellt. Ich erwarte eine Reaktion von der Mannschaft." Aufgrund der Tabellensituation - Salzburg liegt als Fünfter einen Punkt hinter den drittplatzierten Rapidlern und fünf Zähler hinter Spitzenreiter Sturm Graz - ist für den Coach die Ausgangsposition klar. "Wir stehen wieder einmal vor einem Pflichtsieg."

Die drei Punkte sollen trotz der Personalprobleme mit einer Offensivvariante eingefahren werden. "So wie Mourinho gegen Barcelona könnte ich nie spielen lassen", beteuerte Moniz, der den Trainingsschwerpunkt in den vergangenen Tagen vor allem auf Standardsituationen legte. "Ich erwarte jetzt, dass das endlich sitzen muss", sagte der Nachfolger von Huub Stevens.

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