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Zoran Barisic hat bei Rapid Ablaufdatum © APA (Neubauer)

Beim großen Schlager der Fußball-Bundesliga am Sonntag im Hanappi-Stadion sind zwei Trainer im Einsatz, die bei ihren Vereinen

Beim großen Schlager der Fußball-Bundesliga am Sonntag im Hanappi-Stadion sind zwei Trainer im Einsatz, die bei ihren Vereinen als Interimslösungen gelten. Während sich Ricardo Moniz immerhin seriöse Hoffnungen auf ein längerfristiges Engagement als Betreuer von Red Bull Salzburg machen darf, dürfte die Zeit von Zoran Barisic als Rapid-Chefcoach im Sommer zu Ende gehen - unabhängig vom Erfolg.

Dem 40-Jährigen fehlt die UEFA-Profi-Lizenz, die deswegen vom ÖFB erteilte Ausnahmeregelung läuft im Sommer aus. Als aussichtsreichster Barisic-Nachfolgekandidat gilt Rapid-Rekordspieler Peter Schöttel. Der aktuelle Trainer des SC Wiener Neustadt muss aber bis zur endgültigen Entscheidung noch länger warten. "Die entsprechenden Informationen werden zur gegebenen Zeit bekanntgegeben, und diese Zeit ist noch nicht angebrochen", erklärte Rapid-Präsident Rudolf Edlinger am Freitag.

Der ehemalige Finanzminister bezog sich mit dieser Aussage nicht nur auf den Trainerposten - schließlich muss bei Rapid auch das Amt des Sportdirektors neu besetzt werden. Derzeit übt der langjährige Teammanager Stefan Ebner diesen Job aus. "Die Sachen, die offen sind, wird er klären", sagte Rapids General Manager Werner Kuhn.

Um die Zusammenstellung der Mannschaft für die kommende Saison macht sich Kuhn trotz der ungelösten Personalfragen keine Sorgen. "Die Arbeit läuft nahtlos weiter. Wir haben mit allen Trainern, die infrage kommen, über den Kader gesprochen. Es sind nur drei, vier Positionen offen, und in dieser Sache sind alle Traineranwärter einer Meinung", betonte der General Manager.

Wer von diesen Traineranwärtern letztlich das Rennen macht, könnte eventuell erst in einigen Wochen feststehen. "Wir sind jetzt alle Varianten durch und fassen in der nächsten Woche die Gespräche noch einmal zusammen", meinte Kuhn und wollte sich nicht auf einen zeitlichen Rahmen für die Präsentation der neuen sportlichen Leitung festlegen.

Fix ist nur, dass auf die Harmonie zwischen künftigem Trainer und baldigem Sportdirektor keine besondere Rücksicht genommen wird. "Wir planen kein Gesamtpaket. Bei beiden Posten wird der Schwerpunkt auf die Qualifikation gelegt", sagte Kuhn. Die zuletzt massiven Differenzen zwischen Peter Pacult und Alfred Hörtnagl dienen dem General Manager nicht als abschreckendes Beispiel. "Vier Jahre lang ist es ja gut gelaufen."

In Salzburg scheint die Besetzung des Sportdirektor-Postens noch völlig offen zu sein. Was das Trainer-Amt betrifft, gibt es zumindest derzeit eine Tendenz, Moniz und seinem Assistenten Niko Kovac auch in der kommenden Saison das Vertrauen zu schenken. "Aber zuerst müssen wir etwas leisten, um Ansprüche stellen zu können", betonte Moniz. Von den zuletzt aufgetauchten Gerüchten, wonach Pacult ab Sommer das Zepter in Salzburg schwingen könnte, zeigte sich Moniz unbeeindruckt. "Das ist mir hundertprozentig egal, auch der Mannschaft."

Einige Spieler könnten sich einen Verbleib des aktuellen Betreuerteams durchaus vorstellen. "Moniz und Kovac, das würde passen. Die Beiden haben eine gute Hand für junge Spieler und sind gute Trainer", behauptete Verteidiger Milan Dudic.

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