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Polnische Fans randalierten erneut © APA (epa)

Fußball-EM-Gastgeber Polen bekommt das Gewaltproblem in den Stadien nicht in den Griff. Nach dem Sieg von Legia Warschau im

Fußball-EM-Gastgeber Polen bekommt das Gewaltproblem in den Stadien nicht in den Griff. Nach dem Sieg von Legia Warschau im Cup-Finale gegen Lech Posen haben Hooligans im Stadion in Bydgoszcz (Bromberg) randaliert. Die Fans stürmten das Spielfeld, lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, attackierten Pressefotografen und beschädigten Barrieren sowie die Tribünen.

Die Sicherheitskräfte bekamen die Lage erst durch den Einsatz von Wasserwerfern in den Griff. Die neuerlichen Ausschreitungen passierten vor den Augen von zahlreichen Vertretern der polnischen Regierung sowie des europäischen Fußball-Verbands UEFA, die die Partie live im Stadion mitverfolgten. Legia gewann im Elfmeterschießen mit 5:4, nach 90 und 120 Minuten war es 1:1 gestanden.

Der polnische Premierminister Donald Tusk hat von der Polizei und vom Innenminister mehr Informationen über die Zwischenfälle angefordert. "Es wird eine starke Reaktion der Regierung geben, das kann nicht so weiter gehen", meinte Regierungssprecher Pawel Gras auf der Website der Zeitung "Gazeta Wyborcza". Im März hatten hunderte polnische Fans im Rahmen eines Testspiels der Nationalmannschaft in Litauen in Kaunas randaliert.

Polens Politik hat bereits neue Gesetze angekündigt, um Herr der Lage zu werden. Polen veranstaltet gemeinsam mit der Ukraine 2012 die EM.

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