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Vorarlberger im Freudentaumel © APA (Leodolter)

Der SC Austria Lustenau hat mit dem Einzug ins Finale des österreichischen Fußball-Cups am Dienstagabend bereits Geschichte

Der SC Austria Lustenau hat mit dem Einzug ins Finale des österreichischen Fußball-Cups am Dienstagabend bereits Geschichte geschrieben. Nach den beiden Auswärtssiegen gegen die Bundesliga-Clubs Austria (4:0/Viertelfinale) und Kapfenberg (2:1/Semifinale) haben die Vorarlberger nun im Finale am 29. Mai im Wiener Ernst-Happel-Stadion aber die ganz große Sensation im Visier.

"Wir werden alles in die Waagschale werfen und auf eine Sensation hoffen", betonte Sascha Boller. Der deutsche Offensivspieler war im Franz-Fekete-Stadion die spielbestimmende Person im Dress des Erstligisten, sorgte mit einem Tor und Assist fast im Alleingang für den erstmaligen Finaleinzug in der Vereinsgeschichte sowie eines Vorarlberger Clubs überhaupt. "Wir haben Geschichte geschrieben, das ist der Traum eines jeden Sportlers", frohlockte auch Coach Edi Stöhr, für den das Finale zur großen Abschiedsfeier wird.

Stöhrs Vertrag läuft mit Saisonende aus und wird trotz der Cup-Sensationen nicht verlängert. "An der grundsätzlichen Lage hat sich nichts geändert. Stöhr ist ein sehr, sehr guter Trainer, aber es ist Zeit für eine Veränderung. Hoffentlich setzt sich Stöhr am 29. Mai zum Abschied die Krone auf", meinte Club-Boss Hubert Nagel, der das Halbfinale gemeinsam mit rund tausend Fans beim Public Viewing am blauen Platz in Lustenau mitverfolgt hatte.

"Wir waren wieder die spielerisch bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen", bekräftigte Nagel. Der Nachfolger Stöhrs steht bereits fest und wird laut Nagel am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell bekanntgegeben.

Für das Endspiel, in dem bei einem Sieg sogar eine Europa-League-Qualifikations-Teilnahme winken würde, wünschten sich die Vorarlberger durch die Bank Rekordmeister Rapid (am Mittwochabend auswärts gegen die SV Ried im Einsatz) als Gegner. "Im Finale ist alles möglich. Wir haben in Wien gegen die Austria gewonnen, jetzt in Kapfenberg gegen Kapfenberg, warum sollten wir nicht auch in Wien gegen Rapid gewinnen", spuckte Goalie Alexander Kofler, der im Halbfinale nicht viel halten musste, große Töne.

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