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Osim setzt sich für den bosnischen Verband ein © APA (epa)

Ivan "Ivica" Osim fehlt die Zeit, um seinen 70. Geburtstag am Freitag gebührend zu feiern. Der ehemalige Fußball-Erfolgstrainer

Ivan "Ivica" Osim fehlt die Zeit, um seinen 70. Geburtstag am Freitag gebührend zu feiern. Der ehemalige Fußball-Erfolgstrainer hat derzeit in Sarajevo alle Hände voll zu tun, die durch FIFA und UEFA ausgesprochene Suspendierung des bosnischen Verbandes aufzuheben.

"Es gibt sehr viele Probleme, die muss man unbedingt lösen. Und ich versuche alles dafür zu tun", sagte der baldige Jubilar, der sich nach seinem im November 2007 erlittenen Schlaganfall wieder hergestellt fühlt. Zum allgemeinen Wohlbefinden trägt auch der derzeitige Erfolgslauf seines ehemaligen Clubs Sturm Graz bei.

"Es wäre wunderbar, würde Sturm so kurz nach dieser schwierigen Zeit wieder Meister werden", erklärte Osim in Anspielung auf den Zwangsausgleich 2006. Sein Ex-Verein führt die Tabelle fünf Runden vor Schluss mit vier Punkten Vorsprung auf Austria Wien an.

Mit den Grazern gewann Osim zweimal die Meisterschaft (1998, 1999) und dreimal den Cup (1996,1997,1999), außerdem führte er Ivica Vastic und Co. von 1998 bis 2000 dreimal in Folge in die Champions League. Sturm glänzte damals als offensivfreudige, spielstarke Mannschaft, Prunkstück war das "magische Dreieck" mit Vastic, Mario Haas und Hannes Reinmayr.

Einen Namen als Trainer hatte sich Osim schon weit vor seiner Zeit in Graz gemacht. Während seiner ersten Station bei Zeljeznicar Sarajevo (1978-1986) holte er 1984 mit dem jugoslawischen Olympia-Team die Bronzemedaille. 1986 übernahm er das jugoslawische Nationalteam, mit dem er 1990 bis ins WM-Viertelfinale vordrang. Von der EM 1992 wurde Osims Auswahl, die damals mit zahlreichen Stars gespickt war und zu den stärksten Mannschaften der Welt zählte, wegen der Bürgerkriegs-Wirren ausgeschlossen.

Nach seiner Sturm-Ära ging Osim nach Japan zu JEF United, in der Folge betreute er auch das japanische Nationalteam. Seit dem Schlaganfall hält sich Osim mit seiner Familie zumeist in seinem Haus in Graz auf - außer es zieht ihn wie zuletzt in seine geliebte Geburtsstadt Sarajevo.

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