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Ferguson freut sich auf's Finale © APA (epa)

Mit Manchester United und dem FC Barcelona haben die derzeit besten Teams das Endspiel der Fußball-Champions-League am 28. Mai

Mit Manchester United und dem FC Barcelona haben die derzeit besten Teams das Endspiel der Fußball-Champions-League am 28. Mai im Londoner Wembley-Stadion erreicht. "Das wird ein fantastisches Finale", freute sich ManUnited-Coach Alex Ferguson, nachdem seine B-Elf den deutschen Vizemeister Schalke 04 4:1 aus Old Trafford und mit dem Gesamtscore von 6:1 aus der "Königsklasse" geschossen hatte.

"Das ist der beste Wettbewerb der Welt, mit den stärksten Mannschaften. Dort das Endspiel zu erreichen, spricht allein schon für sich. Es zu gewinnen, ist überhaupt das Größte", meinte Ferguson nach seinem 250. Europacup-Spiel als Trainer. Die Briten stehen zum fünften Mal im Endspiel, das sie locker erreichten. Im Rückspiel gegen Schalke war United mit einer Reserve angetreten, Torhüter Van der Sar und Antonio Valencia waren die einzigen beiden Spieler von Beginn an am Feld, die auch beim Hinspiel in Gelsenkirchen (2:0) in der Startelf gestanden waren. "Wir haben dennoch gezeigt, dass wir eine starke Mannschaft sind", sagte Valencia, der am Mittwoch mit dem 1:0 das 300. CL-Tor von ManUnited erzielte hatte.

Ferguson verriet, dass es ihm nicht leicht gefallen sei, seine Stars Rooney, Giggs, Hernandez usw. für den über die Titelvergabe entscheidenden Sonntag-Schlager in der Premier League daheim gegen Chelsea pausieren zu lassen. "Ich habe nach dem 0:1 gegen Arsenal am Sonntag einige Tage gegrübelt", gestand der 69-Jährige. "Drei bis viermal" sei er in der Nacht aufgewacht und hätte immer wieder seine B-Elf, die sich dann auf dem Rasen von der Güteklasse 1A präsentierte, umgestellt.

Nach dem "Freilos ins Finale" ("Daily Telegraph") hofft Ferguson, sich für das 0:2 vor zwei Jahren revanchieren zu können, obwohl er im Wembley doch lieber auf Brechin City, einen schottischen Drittdivisionär, treffen würde, witzelte der Schotte. "Wir waren das letzte Mal gegen Barca Favorit. Vielleicht sind wir jetzt ein bisschen erfahrener. Natürlich ist Barca toll, aber wird werden keine Angst haben." Der Trainerfuchs klügelt bereits aus, wie man das Spiel von Messi, Iniesta und Co. stören könnte, und kündigte an, dass er sich auch Tipps von Real-Coach Jose Mourinho gerne einholen werde.

Er kennt den Portugiesen, der mit Real Barca vor kurzem im spanischen Cup 1:0 besiegt hat, aus dessen Chelsea-Zeiten. "Wir sprechen viel miteinander, das letzte Mal vorige Woche. Jose ist sehr hilfreich. Aber wir kennen Barcelona selbst gut", sagte Ferguson, dessen Mannen gegen Schalke im Halbfinale keine Hilfe nötig hatten. "United spaziert so leicht ins Finale, dass es fast lächerlich ist", schrieb die "Daily Mail", nachdem ManUniteds zweite Garnitur vor den Augen von Barca-Trainer Josep Guardiola souverän aufgetreten war.

"Jeder Bundesligist würde vermutlich von solch einem Team träumen. Wir sind gegen diesen Gegner an unsere Grenzen gestoßen", resümierte S04-Trainer Ralf Rangnick über den zweiten Anzug der Engländer und sein Torhüter Manuel Neuer, der sich im Hinspiel Rooney und Co. mit tollen Paraden lange Zeit bravourös entgegengeworfen hatte, meinte: "Der Gegner hat in zwei Spielen sechs Tore gemacht, Schalke eines. Das sagt doch schon alles aus." Innenverteidiger Christoph Metzelder erinnerte an den erstmaligen Einzug ins CL-Semifinale: "Das Gefühl, dass wir Großes erreicht haben, auch Historisches für den Verein, wollen wir uns nicht nehmen lassen."

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