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Ricardo Moniz: "Niederlagen schmerzen sehr" © APA (Krugfoto)

Meister Salzburg will vor heimischer Kulisse endlich wieder über einen Sieg jubeln dürfen. Drei Spiele wartet der

Meister Salzburg will vor heimischer Kulisse endlich wieder über einen Sieg jubeln dürfen. Drei Spiele wartet der Titelverteidiger in der Red Bull Arena nun schon auf einen vollen Erfolg. Am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) wollen die Mozartstädter gegen den SC Magna Wr. Neustadt einen neuerlichen Versuch wagen. Im Titelrennen wäre die Renaissance der Heimstärke für die Salzburger unerlässlich.

Besonders ärgern dürfte die Pleitenserie Ricardo Moniz. Salzburgs Interimscoach durfte in zwei Heimspielen einem 0:1 gegen den LASK und einem 2:3 gegen Wacker Innsbruck beiwohnen. Auswärts lief es für den Niederländer hingegen mit Erfolgen in Graz und bei Rapid bestens. "Diese Niederlagen schmerzen immer noch sehr. Das waren sechs verlorene Punkte. Deshalb hat die Mannschaft etwas gutzumachen", sagte Moniz vor dem Spiel gegen die Niederösterreicher. Die Pleiten gegen die Nachzügler bezeichnete er als "reinen Leichtsinn".

Insgeheim hoffen die Salzburger natürlich, dass Sturm in Ried Federn lässt. Fünf Zähler beträgt fünf Runden vor Saisonende der Rückstand. Während die Steirer am Mittwoch gegen die zweitplatzierte Austria antreten, wartet auf den Meister bereits am Dienstag ein weiterer Heimauftritt gegen den Kapfenberger SV. "Wir wollen sechs Punkte in den beiden Heimspielen und Sturm damit unter Druck setzen. Vielleicht können sie damit nicht so gut umgehen", mutmaßte Verteidiger Andreas Ulmer.

Probieren wollen es die Salzburger mit einem Sturmlauf. Moniz ("Wir sind verpflichtet, mit drei Stürmern zu agieren") schickt seine Elf in einer 4-3-3-Formation aufs Feld. Gonzalo Zarate, Alan und Dusan Svento sollen dabei das Trio an vorderster Front bilden. Nicht mit dabei ist jedoch Drehscheibe David Mendes, der Niederländer wird nach einem Muskelsehneneinriss im Unterschenkel kommende Woche operiert und fällt rund drei Monate aus. Der Einsatz von Ibrahim Sekagya ist aufgrund eines Todesfalls in der Familie fraglich.

"Wir haben genug Qualität und Quantität im Kader, um dies auszugleichen", wollte Moniz trotzdem nicht jammern. Im Tor dürfte wieder Eddie Gustafsson den Vorzug vor Gerhard Tremmel erhalten, der den Kapitän in Hütteldorf zuletzt bestens vertreten hatte.

Die Gäste aus Niederösterreich reisten mit einem 4:2 gegen die Austria im Gepäck gen Westen. Trainer Peter Schöttel erwartete sich gerade ob der jüngsten Salzburger Niederlagen in Heimspielen einen motivierten Gegner. "Gerade deshalb glaub ich nicht, dass sie leichtsinnig in die Partie gehen. Sie wissen, dass sie die kommenden fünf Spiele gewinnen müssen und werden uns nicht unterschätzen", meinte der Ex-Internationale.

Salzburg habe sich seit dem Trainerwechsel von Huub Stevens zu Moniz vor allem in der Offensive gefährlicher präsentiert. "Potenzial ist bei ihnen genug vorhanden. Ich warte eigentlich nur darauf, dass sich der Knoten einmal löst", erklärte Schöttel. Aufpassen müsse man vor allem auf die schnellen Flügelspieler der Hausherren. Während bei Salzburg personeller Engpass besteht, sind bei den Neustädtern bis auf Mario Reiter (Knie-Operation) und den angeschlagenen Vaclav Kolousek alle Stammkräfte dabei.

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