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Helge Payer: "Müssen jetzt Flagge zeigen" © APA (rubra)

Im Franz-Fekete-Stadion von Kapfenberg steigt am Samstag das Duell der beiden Cup-Verlierer. Der KSV und Rapid wollen sich für

Im Franz-Fekete-Stadion von Kapfenberg steigt am Samstag das Duell der beiden Cup-Verlierer. Der KSV und Rapid wollen sich für das verpasste Pokal-Finale rehabilitieren, wobei vor allem für die Hütteldorfer viel auf dem Spiel steht. Um die Chance auf eine Europacup-Teilnahme zu wahren, müssen unbedingt drei Punkte eingefahren werden.

Den fünftplatzierten Rapidlern fehlen derzeit zwei Zähler auf Platz drei, der zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt. "Wir stehen vor einem Muss-Sieg und müssen jetzt Flagge zeigen", erklärte Goalie Helge Payer stellvertretend für Interimscoach Zoran Barisic, der sich erst nach dem Spiel wieder öffentlich äußern möchte.

Payer sieht die Kapfenberger in der weit angenehmeren Ausgangsposition. "Es kommt Rapid, da können sie nur gewinnen. Wir aber müssen gewinnen, und das spielt ihnen in die Karten", vermutete der Oberösterreicher.

Sein Club kassierte seit dem Amtsantritt von Barisic nach drei Siegen en suite zuletzt zwei Pflichtspiel-Niederlagen in Folge, womit sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup die Titelchancen verspielt wurden. "Aber der neue Schwung ist nach wie vor da. Wir haben unter Barisic alle Partien dominiert. Gegen Salzburg und Ried kann man bei ungünstigem Spielverlauf verlieren, in der jetzigen Situation ist das aber besonders bitter", meinte Payer.

Erschwerend kommt vor dem Kapfenberg-Match noch hinzu, dass neben Boris Prokopic (gesperrt/erkrankt), Rene Gartler (rekonvaleszent) und Jan Vennegoor of Hesselink (Muskelfaserriss) auch noch Kapitän Steffen Hofmann wegen einer Gelb-Sperre fehlt. Dafür sind Veli Kavlak und Markus Heikkinen wieder fit.

Den Ausfall von Hofmann wollte Kapfenberg-Trainer Werner Gregoritsch aber nicht überbewerten. "Er ist einer der besten Spieler Österreichs. Doch die Rapidler haben so viel Qualität in der Mannschaft, die werden das verkraften", sagte der Steirer, der noch am Cup-Ausscheiden gegen Austria Lustenau zu knabbern hat. "Für uns ist ein Traum zu Ende gegangen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir unsere perfekte Liga-Saison in den letzten Runden bestätigen."

Gregoritsch erwartet offensivfreudige Gäste, die verbissen um die Europacup-Teilnahme kämpfen werden. "Ich bin der Meinung, dass sie es noch schaffen werden. Barisic hat einen frischen Wind reingebracht. Wir sind auf jeden Fall krasser Außenseiter", betonte der 53-Jährige, dessen Club seit dem Wiederaufstieg in elf Spielen gegen Rapid bei zwei Remis neunmal verloren hat. Der bisher einzige Meisterschaftssieg über den Rekordmeister gelang im September 1956 (4:3).

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