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Reichel nach "schlechtem Scherz" zuversichtlich © APA (rubra)

Die vier lizenzlosen Clubs der beiden höchsten österreichischen Fußball-Spielklassen gehen im Kampf um eine Spielgenehmigung

Die vier lizenzlosen Clubs der beiden höchsten österreichischen Fußball-Spielklassen gehen im Kampf um eine Spielgenehmigung für die kommende Saison in die zweite Instanz. Wacker Innsbruck, der LASK, Admira und FC Lustenau kündigten am Montag fristgerecht ihren Einspruch beim Bundesliga-Protestkomitee an.

LASK-Präsident Peter Michael Reichel hatte erst vor wenigen Tagen angedeutet, möglicherweise auf einen Protest zu verzichten. "Aber das kommt natürlich nicht infrage, das war nur ein schlechter Scherz." Im Laufe des Montags wollte der Oberösterreicher bei der Liga Unterlagen nachreichen, in denen zusätzliche Sponsor-Zusagen von knapp 700.000 Euro enthalten sind. "Ich gehe davon aus, dass diese Zusagen anerkannt werden und wir die Lizenz bekommen", sagte Reichel.

Bei elf Punkten Rückstand und vier ausstehenden Runden ist der Abstieg des LASK so gut wie besiegelt, weshalb schon eifrig an einer Mannschaft für die Erste Liga gearbeitet wird. "Wir haben Trainer Walter Schachner auch für die Erste Liga verpflichtet. Gemeinsam arbeiten wir schon seit Wochen an einem Konzept für die kommende Saison", beteuerte Reichel.

Keine Abstiegssorgen hat Wacker Innsbruck, und auch das Bangen um die Spielgenehmigung soll laut Obmann Kaspar Plattner demnächst ein Ende haben. "Wir haben schriftliche Zusagen von zusätzlichen Sponsoren und genügend Unterlagen, dass unserem Protest stattgegeben wird", sagte Plattner. Nach den Angaben des Vereinschefs scheiterte die Lizenzerteilung an fehlenden 230.000 Euro. "Es kommt mir schon so vor, dass manchmal mit zweierlei Maß gemessen wird, wenn man bedenkt, was man über andere Clubs so liest", erklärte Plattner.

Bei der Admira spießte es sich laut Manager Alexander Friedl an den Formulierungen des Wirtschaftsprüfers in jenem Bericht, der dem Senat 5 übermittelt worden war. "Die Liga hat sich daran gestoßen, dass er 'laut Angaben des Vereins' geschrieben hat. Wir haben jetzt diese Formulierungen gestrichen und den Bericht noch einmal an die Liga geschickt", erklärte Friedl. Ansonsten seien keine neuen Dokumente nachgereicht worden.

So wie der Admira-Manager ist auch FC-Lustenau-Präsident Dieter Sperger vom Erhalt der Lizenz überzeugt. "Ich bin hundertprozentig sicher, dass wir sie bekommen. Wir haben rechtsverbindliche Verträge von drei wesentlichen Sponsoren nachgeschickt", meinte Sperger.

Das Protestkomitee entscheidet bis spätestens Samstag, laut Liga-Vorstand Georg Pangl wird die Urteilsverkündung aber schon für Freitag angepeilt. Sollten neuerlich Vereine durchfallen, bliebe ihnen noch das Ständige Neutrale Schiedsgericht anstelle eines ordentlichen Gerichts. Die dritte und letzte Instanz entscheidet bis spätestens 31. Mai.

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