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Vorentscheidendes Duell im Kampf um den Titel © APA (Archiv/Oczeret)

Titel-Showdown in Graz: Tabellenführer Sturm empfängt am Mittwochabend im Schlager der 33. Runde der Fußball-Bundesliga den

Titel-Showdown in Graz: Tabellenführer Sturm empfängt am Mittwochabend im Schlager der 33. Runde der Fußball-Bundesliga den ersten Verfolger Austria Wien. "Ich brauche meine Spieler nicht extra motivieren, sie brennen auf das Spiel", verkündete Sturm-Trainer Franco Foda. "Wir haben genug Potenzial, um in Graz zu gewinnen. Ich glaube an meine Mannschaft", sagte Austria-Coach Karl Daxbacher.

Die Austria würde mit einem Sieg Platz eins übernehmen. Die am Mittwoch ausverkaufte Grazer UPC Arena ist für die Wiener ein guter Boden. Die Austrianer sind im Heimstadion von Sturm seit 19. August 2006 unbesiegt, in acht Ligaspielen gab es vier Siege und vier Remis. "Diese Statistik ist völlig wurscht. In all diesen engen Spielen ist es nur an Kleinigkeiten gelegen, dass wir nicht gewonnen haben", meinte Foda.

Der Deutsche beschäftigt sich nicht mit der Statistik, sondern lieber mit der Aufstellung. Auf der Position des linken Verteidigers drohen Timo Perthel und Dominic Pürcher auszufallen, stattdessen sollte Christian Klem beginnen. Im rechten Mittelfeld fehlen mit Andreas Hölzl und Patrick Wolf ebenfalls die zwei Erstbesetzungen, Florian Kainz steht bereit.

Weitere Ausfälle fürs Saisonfinish drohen, nicht weniger als acht Spieler sind nur eine Gelbe Karte von einer Sperre entfernt. Darunter auch Goalgetter Roman Kienast, der vor seinem 100. Bundesliga-Match steht. Das spielt für Foda aber keine Rolle. "Es ist ein weiteres Endspiel, in dem wir punkten müssen. Wir wollen vorne bleiben. Dafür müssen wir unsere Chancen verwerten, weil so viele bekommt man gegen ein Team wie die Austria sicher nicht", erklärte Foda, der mit Sturm als Spieler zweimal Meister war.

Sein Gegenüber Daxbacher war mit der Austria als Spieler sogar siebenmal Meister. Nun soll der erste Oberhaus-Meistertitel seiner Trainerkarriere folgen. "Mit der Austria zum 100-Jahr-Jubiläum Meister zu werden, das wäre das Größte. Aber es wird aufgrund unseres Restprogramms sehr schwierig. Es warten interessante und spannende Wochen", stellte Daxbacher klar.

Nach dem 5:0-Kantersieg am Samstag gegen den LASK und durch das 0:0 von Sturm in Ried können die Wiener den Titelgewinn aus eigener Kraft schaffen. "Die zweite Spielhälfte gegen den LASK war sehr gut, auf die bauen wir auf. Das nährt die Hoffnungen auf ein gutes Spiel in Graz." Die Grazer könnten mit einem Remis sicher besser leben als die Wiener, die das auswärtsstärkste Team der Liga sind. Dennoch glaubt Daxbacher nicht, dass sich Sturm hinten reinstellen wird.

"Ich denke, dass auch Sturm auf Sieg spielen wird. Uns bleibt sowieso nichts anderes übrig. Schließlich sitzt ja Salzburg auch noch im Nacken. Es wird aber sicher auch ein Nervenspiel", glaubt der Niederösterreicher. Daxbacher sieht sein Team im Titelkampf in der Außenseiterrolle. "Und das ist für meine Spieler kein Nachteil."

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