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Rapid steht vor einem Pflichtsieg © APA (Neubauer)

Der SK Rapid kämpft am Mittwoch im Heimspiel gegen den SV Mattersburg um die letzte Chance auf eine Teilnahme am

Der SK Rapid kämpft am Mittwoch im Heimspiel gegen den SV Mattersburg um die letzte Chance auf eine Teilnahme am Fußball-Europacup. Ein weiterer Punkteverlust der Hütteldorfer wäre wohl gleichbedeutend mit dem Ende aller Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz, doch Interimstrainer Zoran Barisic will sich mit diesem Szenario noch gar nicht beschäftigen.

"So lange wir eine Chance haben, Dritter zu werden, werden wir alles versuchen", versprach der 40-Jährige. Vier Punkte fehlen dem derzeit fünftplatzierten Rekordmeister auf Rang drei, der zur Europa-League-Qualifikation berechtigt. Um diesen Rückstand noch aufzuholen, muss sich Rapid im Vergleich zu den jüngsten drei Pflichtspielen, die mit zwei Niederlagen und einem Remis endeten, deutlich steigern. "Wir müssen mutig sein, Bälle fordern, immer nach vorne spielen und im Offensivspiel Risiko eingehen", forderte Barisic.

Dass es zuletzt vor allem mit dem Kreieren von Torchancen nicht klappte, führt der Wiener unter anderem auf die mentale Komponente zurück. "Chancen herausspielen kann man nur mit Selbstvertrauen. Die Cup-Niederlage in Ried spielt in den Köpfen noch eine große Rolle, die Spieler sind eben auch nur Menschen."

Das Angriffsspiel von Rapid litt zuletzt aber auch an der vermehrten Konzentration auf eine kompakte Defensive, wie Barisic zugab. "Hier kann man nicht von heute auf morgen eine Balance reinbringen." Dennoch wehrte sich der Interimscoach dagegen, die jüngsten Auftritte zu negativ zu bewerten. "Die letzten drei Spiele sind vom Ergebnis, doch nicht vom Inhalt nicht so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben."

Am Mittwoch aber muss das Resultat stimmen, auch wenn eine Mannschaft wartet, die nach dem praktisch fixierten Klassenerhalt befreit aufspielen kann und gegen die Hütteldorfer besonders motiviert ist. "Aber gegen Rapid geht jeder Gegner über seine Grenzen, egal, ob es noch um etwas geht", vermutete Barisic.

Der Nachfolger von Peter Pacult kann wieder auf die zuletzt gesperrt gewesenen Steffen Hofmann und Boris Prokopic zurückgreifen, dafür fallen neben dem in Kapfenberg ausgeschlossenen Stefan Kulovits auch Veli Kavlak und Yasin Pehlivan aus. Letzterer muss wegen einer Muskelquetschung im Oberschenkel nur einige Tage pausieren, Kavlak hingegen hat wieder mit Knieproblemen zu kämpfen und muss wohl für die restliche Saison - und damit auch für die EM-Qualifikation gegen Deutschland - passen. Genaueren Aufschluss sollte eine Untersuchung am Mittwoch bringen.

Barisic' Widerpart Franz Lederer stehen Ilco Naumoski und Alois Höller wegen Sperren nicht zur Verfügung, was den Optimismus aber nicht trübte. "Wir freuen uns auf das Spiel. Die Rapidler müssen gewinnen, wir dürfen gewinnen. Die Mannschaft soll einfach Spaß haben, wir haben nicht den Druck wie unser Gegner", erklärte der Burgenländer.

Auf die leichte Schulter soll die Partie aber auch nicht genommen werden. "In Hütteldorf kann man zwar nicht davon ausgehen, dass man punktet, aber wir werden Rapid alles abverlangen", versprach Lederer, dem in seinem 231. Liga-Spiel die 100. Niederlage droht.

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