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Blatter fordert Beweise © APA (epa)

Ein britischer Parlamentsabgeordneter hat neue Bestechungsvorwürfe gegen Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees erhoben. Vor der

Ein britischer Parlamentsabgeordneter hat neue Bestechungsvorwürfe gegen Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees erhoben. Vor der Vergabe der Fußball-WM-Gastgeberrolle 2022 im Dezember an Katar sollen zwei Angehörige des Gremiums je 1,5 Millionen Dollar (1,045 Mio. Euro) für ihre Stimmabgabe zugunsten des Wüstenstaates erhalten haben, sagte der Politiker Damian Collins bei einer Parlamentsanhörung.

Er berief sich dabei auf einen bisher unveröffentlichten Bericht der Zeitung "The Sunday Times". FIFA-Chef Joseph Blatter reagierte am Dienstag ausweichend auf die neuen Vorwürfe und forderte Beweise. Er könne "nicht sagen, ob sie alle Engel oder Teufel sind", sagte der Schweizer über die Mitglieder des Exekutivkomitees. Er könne nur für sich selbst sprechen und gehöre "nicht zu dieser Kategorie", sagte Blatter. Der nach den Bestechungsvorwürfen unter Druck stehende FIFA-Boss, der am 1. Juni um seine Wiederwahl kämpft, will alle ihm zur Verfügung stehenden Informationen an die FIFA-Ethikkommission weiterleiten.

Vor der WM-Vergabe für die Turniere 2018 (Russland) und 2022 (Katar) waren die FIFA-Exekutivkomitee-Mitglieder Amos Adamu (Nigeria) und Reynald Temarii (Tahiti) unter dem Verdacht der Bestechlichkeit suspendiert worden. Ihnen wird die Verletzung des Ethik-Codes des Weltverbandes vorgeworfen. Beide Funktionäre waren auf von englischen Journalisten fingierte finanzielle Angebote für die Stimmabgabe eingegangen und dabei heimlich gefilmt worden. Die neuen Vorwürfe aus England sollen andere FIFA-Spitzenfunktionäre betreffen.

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