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Richter Buchgraber befragte die Zeugin und Kartnig © APA (Archiv/Leodolter)

Am Grazer Straflandesgericht ist am Donnerstag der Prozess gegen Hannes Kartnig und sieben Mitbeschuldigte aus dem Umfeld des

Am Grazer Straflandesgericht ist am Donnerstag der Prozess gegen Hannes Kartnig und sieben Mitbeschuldigte aus dem Umfeld des Fußball-Bundesligisten Sturm Graz fortgesetzt worden. Dem Ex-Präsidenten wird schwerer Betrug, betrügerische Krida, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Diesmal war die Untersuchungsrichterin als Zeugin geladen.

Der 21. Verhandlungstag verlief ohne große Emotionen und ohne die üblichen Auseinandersetzungen zwischen Kartnig und Staatsanwalt Johannes Winklhofer. Als Zeugin war die ehemalige Untersuchungsrichterin Elisabeth Radl geladen, die einige der Angeklagten einvernommen hatte.

Es ging dabei nur darum, ob alles damals ordnungsgemäß protokolliert worden war. "Hat es zwischen Ihnen und den Angeklagten Unstimmigkeiten gegeben?", fragte Richter Karl Buchgraber. "Nein, nie", antwortete die Zeugin. "Ich kann nichts Negatives sagen", beeilte sich auch Kartnig diesmal ganz zuvorkommend zu versichern.

Im Raum stand auch noch die Frage, ob es zu einem Gespräch außer Protokoll zwischen der Richterin und dem Geschäftsmann Klaus Leutgeb, der Kartnig in verschiedenen Punkten schwer belastet, gekommen war. "Nein, außer der Vernehmung hat es nichts gegeben", betonte die Befragte.

Mittlerweile wurden alle Verhandlungstermine bis 15. September fixiert. Laut Plan sollte am 20. Juni die Erörterung des Gutachtens, das der Wirtschaftssachverständige Fritz Kleiner erstellt hat, erfolgen. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte es am 15. September ein Urteil geben. Der Prozess wird am 24. Mai fortgesetzt. Als Zeugen geladen sind Mitarbeiter des Finanzamtes.

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