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LASK-Trainer Schachner steigt erstmals ab © APA (Hochmuth)

Der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga ist für den LASK am Mittwochabend endgültig Realität geworden. "Es ist mein erster

Der Abstieg aus der Fußball-Bundesliga ist für den LASK am Mittwochabend endgültig Realität geworden. "Es ist mein erster Abstieg. Es ist bitter und fühlt sich nicht gut an. Ich muss schauen, wie ich das verarbeiten kann", sagte Coach Walter Schachner nach dem torlosen Remis beim SC Wiener Neustadt.

Elf Punkte Rückstand auf den Vorletzten SV Mattersburg drei Runden vor Schluss sind für die Oberösterreicher, die auch noch um die Lizenz für die kommende Saison zittern müssen, nicht mehr wettzumachen. "Am Abstieg hätte auch ein Wunderwuzzi nichts geändert", betonte der LASK-Coach.

Der oberösterreichische Traditionsclub muss damit zum fünften Mal nach 1978, 1989, 1993 und 2001 aus dem Oberhaus absteigen. Nach dem letzten Abstieg hatten die Linzer gleich sechs Jahre benötigt, um 2007 wieder in die Bundesliga zurückzukehren. Da macht der Blick in die weitere Vergangenheit schon deutlich mehr Hoffnung. 1979 und 1994 machten die Linzer den sofortigen Wiederaufstieg perfekt. Coach Schachner will dem Verein jedenfalls erhalten bleiben, vorausgesetzt der Lizenz-Protest geht durch. "Sofern sich die Kadergestaltung und die Perspektiven so darstellen, dass man um den Aufstieg mitspielen kann, sehe ich keinen Grund, meinen Vertrag bis 2012 nicht zu erfüllen", betonte der LASK-Trainer.

Schachner war am 1. März als Nachfolger von Georg Zellhofer installiert worden und hatte es danach in elf Partien auf einen Sieg (1:0 in Salzburg am 9. April/der einzige Erfolg in den jüngsten 22 Bundesliga-Partien), gleich sechs Remis (1:1 in Graz, Mattersburg, gegen Salzburg und Ried sowie 0:0 bei Rapid und in Wiener Neustadt) und vier Niederlagen gebracht. "Wir haben in den letzten Spielen sehr gut gespielt, wurden aber nie belohnt", sagte Schachner. Zu seiner eigenen Arbeit zog der 54-Jährige ein positives Resümee. "Mit der Zeit, in der ich beim LASK tätig war, kann ich zufrieden sein. Man hat gesehen, dass die Mannschaft will, dass man sich auf sie verlassen kann", sagte Schachner.

In der jüngeren Vergangenheit hat es der FC Wacker Innsbruck am schnellsten wieder nach oben geschafft. Nach dem Abstieg 2008 wurde 2010 in der zweiten Saison in der zweithöchsten Spielklasse gleich wieder der Meistertitel fixiert. Altach könnte in der laufenden Saison Ähnliches schaffen. Die Vorarlberger, die sich 2009 aus der Bundesliga verabschiedet hatten, liegen in der Erste Liga vier Runden vor Schluss einen Punkt hinter Tabellenführer Admira.

In welcher Besetzung die Linzer in die kommende Saison gehen, hängt vor allem von der Lizenz-Entscheidung ab, die voraussichtlich schon am Freitag bekanntgegeben wird. Das unterstrich auch Rene Aufhauser. "LASK, Grödig und Anif stehen für mich zur Diskussion, ich muss aber einmal abwarten, was beim LASK herauskommt", sagte der Routinier. In den ausstehenden Spielen gegen Sturm Graz (Samstag), Wacker Innsbruck (22. Mai) und Rapid (25. Mai) werde man noch alles für den LASK geben. "Das sind wir unserem Club und unseren Fans schuldig", betonte der Ex-ÖFB-Teamspieler.

Während die Linzer am Abstieg zu knabbern haben, war im Lager der Mattersburger die Erleichterung über den endgültig fixierten Klassenerhalt groß. "Wenn man sich unsere Bilanz im Frühjahr anschaut, haben wir es mehr als verdient, in der Bundesliga zu bleiben", sagte Trainer Franz Lederer.

Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker hofft darauf, dass der SVM in der kommenden Spielzeit mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird. "Wir haben in diesem Jahr zu Hause nicht verloren und auch auswärts gegen Teams wie die Austria und Rapid gepunktet. Wenn wir daran in der nächsten Saison anschließen können, dann ist für uns viel mehr möglich als nur der Klassenerhalt."

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