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Löw verzichtet auf Ballack und Mertesacker © APA (Archiv/dpa)

Der deutsche Fußball-Teamchef Joachim Löw hat am Donnerstag seinen 23-Mann-Kader für die letzten drei Saison-Länderspiele

Der deutsche Fußball-Teamchef Joachim Löw hat am Donnerstag seinen 23-Mann-Kader für die letzten drei Saison-Länderspiele nominiert. Die Deutschen testen am 29. Mai in Sinsheim gegen Uruguay, danach folgen die beiden Auswärtsspiele der EM-Qualifikation am 3. Juni in Wien gegen Österreich und am 7. Juni in Baku gegen Aseerbaidschan.

Nicht im Aufgebot Löws steht der langjährige Kapitän Michael Ballack, der die Deutschen am 16. Juni 2008 bei der EM in Wien mit einem Weitschuss zum 1:0-Sieg gegen Österreich geführt hatte. "Michael wird für die kommenden drei Länderspiele nicht nominiert. Die Entscheidung ist mit ihm besprochen", meinte Löw. Der Teamchef habe in den vergangenen Wochen ständig mit Ballack in Kontakt gestanden, "unter anderem haben wir uns Ende März persönlich getroffen", informierte Löw. Das Gespräch war bisher geheim gehalten worden.

Dafür ist als einziger Neuling Marco Reus dabei. Der 21-Jährige von Mönchengladbach war von Löw bereits im vergangenen Jahr zweimal einberufen worden, hatte jedoch jeweils aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen müssen. "Marco hat eine interessante Entwicklung gemacht und gute Perspektiven. In den vergangenen Wochen hat er in der Bundesliga sehr stark gespielt und war auch enorm torgefährlich. Marco hat eine neue Einladung verdient", meinte Löw über den Teamkollegen des Burgenländers Martin Stranzl.

Ein Comeback gibt der 29-jährige Simon Rolfes von Leverkusen, der 2008 bei der EM in Österreich und der Schweiz zum DFB-Aufgebot gezählt hatte. "Nach langer Verletzungspause ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, Simon wieder eine Chance zu geben. Wir hatten ihn nie abgeschrieben. Er hat sich in diesem Jahr hart herangearbeitet und war oft in guter Verfasssung", sagte der ehemalige Tirol- und Austria-Trainer Löw.

Im Vergleich zum deutschen Aufgebot für die Länderspiele im März 2011 gegen Kasachstan und Australien fehlen diesmal der verletzte Jerome Boateng und Per Mertesacker. Löw erläutert zum Verzicht auf Werber-Bremen-Verteidiger Mertesacker: "Wir haben gemeinsam beschlossen, dass er diesmal nicht dabei ist. Er soll die Zeit nutzen, um seine Verletzungen auszukurieren und für die neue Saison zu regenerieren."

Die Deutschen führen mit fünf Siegen in fünf Spielen überlegen die Tabelle der EM-Quali-Gruppe A an. Österreich liegt derzeit mit sieben Punkten aus fünf Partien auf Rang vier.

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