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Blatter (r.) kristisierte seinen Konkurrenten hart © APA (epa)

Ungeachtet der jüngsten Korruptionsvorwürfe gegen sechs Funktionäre und der immer lauter werdenden Kritik an seiner Person

Ungeachtet der jüngsten Korruptionsvorwürfe gegen sechs Funktionäre und der immer lauter werdenden Kritik an seiner Person rechnet FIFA-Präsident Joseph Blatter fest mit einem Wahlsieg gegen Mohamed bin Hammam. "Ich bin zuversichtlich, dass ich die Wahl mit einer klaren Zwei-Drittel-Mehrheit gewinnen werde", schrieb der 75-Jährige am Freitag in einem Beitrag für die Zeitung "Blick".

"Südamerika, Zentral- und Nordamerika, Europa, Ozeanien und ein wesentlicher Teil von Afrika und Asien werden meine Ideen weiterhin unterstützen", so Blatter. Seinen Herausforderer bei der Abstimmung am 1. Juni in Zürich kritisierte Blatter scharf - ohne dessen Namen zu nennen. Es gehe um "alles oder nichts" beim Kongress des Fußball-Weltverbandes, formulierte Blatter drastisch. Die Präsidentenwahl durch die 208 Mitgliedsverbände "kann zu einer tektonischen Plattenverschiebung führen mit irreversiblen Schäden. Es geht um den Fortbestand der FIFA schlechthin. Darum, ob die erfolgreich gewachsene Weltorganisation des Fußballs nach diesem Datum noch weiterbesteht oder in einem schwarzen Loch verschwindet", schrieb der Amtsinhaber in der Schweizer Boulevardzeitung.

Mit Blick auf die Dezentralisierungsbestrebungen seines Herausforderers aus Katar erklärte Blatter: "Eine Weltorganisation wie die FIFA kann nur pyramidal geführt werden. Die Entscheidungsgewalt kann und muss zentral geregelt werden, wie in jedem Weltkonzern auch." Bin Hammam hatte angekündigt, im Fall seiner Wahl den kontinentalen Dachverbänden mehr und der FIFA-Zentrale in Zürich weniger Macht zukommen lassen zu wollen.

"Der Fußball funktioniert, weil es eine einzige, gemeinsame Spielregel gibt, die auf allen Kontinenten verbindlich ist. Sonst würde jeder sein eigenes Süppchen kochen. Was für jeden Zimmermann gilt, gilt auch für uns: Das Dach hält nur so lange, wie das Fundament steht. Bricht der Boden weg, stürzt das Ganze ein. Genau darum geht es am 1. Juni: um alles oder nichts", betonte Blatter.

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