vergrößernverkleinern
Starensemble der Citizens vor erstem Titel seit 1976 © APA (epa)

Die beiden Fußball-Clubs aus Manchester stehen am Samstag unmittelbar vor lange ersehnten Triumphen. City könnte mit einem Sieg

Die beiden Fußball-Clubs aus Manchester stehen am Samstag unmittelbar vor lange ersehnten Triumphen. City könnte mit einem Sieg im FA-Cup-Finale gegen Stoke City den ersten Titel seit 1976 einfahren. United benötigt im Auswärtsspiel gegen die Blackburn Rovers einen Punkt zum 19. Meistertitel, mit dem die "Red Devils" zum alleinigen Rekordchampion aufsteigen würden.

Zwei Runden vor Schluss beträgt der Vorsprung von United auf Chelsea sechs Punkte. Angesichts dieser Ausgangsposition besteht auch bei Coach Alex Ferguson kein Zweifel mehr daran, welche Mannschaft zu Saisonende ganz oben steht. "Wir sind ein verdienter Meister. Alle sagen, wir haben keine gute Mannschaft, aber wir haben die meisten Tore erzielt und unsere Heimbilanz ist großartig. Außerdem sind wir in der Champions League ungeschlagen und stehen im Finale", erklärte der Schotte.

Im Falle des Titelgewinns hätte United nicht nur den Premier-League-Titel fix in der Tasche, sondern auch zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung auf das Endspiel in der europäischen Königsklasse gegen den FC Barcelona. Weil diese Partie im Londoner Wembley-Stadion stattfindet, musste das FA-Cup-Finale, das normalerweise nach Liga-Ende gespielt wird, vorverlegt werden - laut UEFA-Vorgaben benötigt ein Champions-League-Final-Rasen eine zumindest zweiwöchige Schonung.

Dies hat zur Folge, dass Manchester City selbst bei einem Titelgewinn wieder einmal im Schatten des Stadtrivalen stehen könnte. Das 130. Duell um den FA-Cup beginnt nämlich wenige Minuten nach dem Abpfiff der United-Partie in Blackburn. City-Coach Roberto Mancini nahm diese Konstellation zumindest äußerlich gelassen. "Ich konzentriere mich nur auf unser Spiel", beteuerte der Italiener, gab aber auch zu: "Der FA-Cup ist in England sehr wichtig, an diesem Tag sollte es nicht auch noch andere Spiele geben."

Mancini, dessen Club nach dem Semifinal-Triumph über ManUnited erstmals seit 35 Jahren (Liga-Cup) einen Titel einfahren könnte, bangt noch um die Fitness seines Kapitäns Carlos Tevez und warnt vor dem vermeintlichen Außenseiter Stoke. "Das Finale wird schwieriger als das Match gegen United. Stoke hat eine starke Mannschaft, gegen die es schwierig wird zu spielen", sagte der 46-Jährige über den zweitältesten englischen Profi-Verein, der sich im Semifinale mit 5:0 gegen Bolton durchgesetzt und zuletzt Arsenal besiegt hatte.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel