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Salzburg muss die Siegessiere ausbauen © APA (Krug)

Dem wiedererstarkten Meister steht am Sonntag (16.00 Uhr) im Burgenland das nächste "Finale" im Kampf um eine Titelverteidigung

Dem wiedererstarkten Meister steht am Sonntag (16.00 Uhr) im Burgenland das nächste "Finale" im Kampf um eine Titelverteidigung in der Fußball-Bundesliga bevor. Red Bull Salzburg gastiert beim SV Mattersburg, der den Klassenerhalt in der Tasche hat. Ein Sieg scheint Pflicht, soll der eine Punkt Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz, der am Vortag beim LASK gastiert, noch aufgeholt werden.

Selbst drei Siege in den ausständigen drei Runden könnten für die Salzburger zu wenig sein. "Natürlich sind wir von Sturm Graz abhängig. Aber Mattersburg ist für uns ein Schlüsselspiel", meinte Salzburg-Trainer Ricardo Moniz. Unter dem Niederländer, der Anfang April seinem Landsmann Huub Stevens nachgefolgt ist, haben die Bullen zuletzt drei Spiele in Folge gewonnen - und mit einer neuen Offensiv-Philosophie zumindest phasenweise überzeugt.

"Wir wissen alle, worum es geht. Wir haben ein Finale gegen einen schwierigen Gegner", warnte Moniz vor den Mattersburgern. "Einfach wird es nicht. Wir müssen gewinnen, um im Titelkampf dabeizubleiben. Wir sind aber nicht so naiv, dass wir ins offene Messer laufen." Der Salzburg-Coach wird erneut auf sein neues, körperlich aufwendiges 4-3-3-System setzen. Anstelle des erkrankten Brasilianers Alan dürfte im Zentrum erneut Roman Wallner stürmen.

Einen Freibrief erteilte Moniz aber keinem seiner Schützlinge. "Wer brennt, der spielt. Wer nicht brennt, der spielt nicht. Das ist auch in den vergangenen Wochen unsere Kraft gewesen", meinte der 46-Jährige, der frischen Wind ins Bullen-Lager gebracht hat. Beim 4:2 am Dienstag gegen Kapfenberg etwa waren erstmals seit langer Zeit mehr als die Hälfte Österreicher in der Startformation gestanden - darunter die Youngsters Hierländer und Hinteregger.

In guter Form hatte sich Mittelfeldmann Simon Cziommer gezeigt. "Wir brauchen neun Punkte, wenn wir noch Meister werden wollen", meinte der Deutsche. "Für uns ist Mattersburg daher ein Gegner wie Rapid, Austria oder Sturm Graz. Wir müssen versuchen, dort zu gewinnen. Wenn wir jetzt versagen, ist die Meisterschaft gegessen." Hatte es unter Moniz bereits Heimpleiten gegen LASK (0:1) und Wacker Innsbruck (2:3) gesetzt, lief es auswärts nach Wunsch. Fünf Spiele in Folge sind die Salzburger in der Fremde unbesiegt.

Die Mattersburger sind aber gewillt, dem Titelverteidiger ein Bein zu stellen. "Sie kommen mit Siegzwang, ein Punkt wäre für sie wahrscheinlich zu wenig. Das ist für uns sicher kein Nachteil", meinte Trainer Franz Lederer, der trotz des am Mittwoch sichergestellten Klassenerhalts seine stärkste Mannschaft aufs Feld schicken will. Lediglich Routinier Michael Mörz ist mit Oberschenkelproblemen fraglich. Dazu fehlt Mittelfeldmann Stefan Ilsanker gegen seinen Ex-Club gesperrt.

Für den SVM geht es auch darum, eine Heimserie zu prolongieren. Im Frühjahr haben die Burgenländer im Pappelstadion noch nicht verloren, dort auch den Grundstein zum Ligaverbleib gelegt. "Das macht mich schon sehr stolz", gestand Lederer. "Der Klassenerhalt ist uns nicht mit Ach und Krach gelungen." Von den Salzburgern erwartet er einen Sturmlauf ab der ersten Minute. "Sie haben unter Moniz eine total andere Spielanlage", erkannte der Mattersburg-Coach.

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