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Carril traf schon früh für die Innviertler © APA (EXPA/Hackl)

Cup-Finalist SV Ried hat am Samstag in der 34. Runde der Bundesliga einen 2:1-(2:0)-Heimsieg über Rapid gefeiert. Ivan Carril

Cup-Finalist SV Ried hat am Samstag in der 34. Runde der Bundesliga einen 2:1-(2:0)-Heimsieg über Rapid gefeiert. Ivan Carril (6.) und Stefan Lexa (29.) trafen für die "Wikinger", die damit weiter auf Rang vier liegen. Die Rapidler, für die "Joker" Atdhe Nuhiu (74.) den Anschlusstreffer erzielte, blieben nach dem fünften sieglosen Pflichtspiel Tabellenfünfter, sind wohl aus dem Europacup-Rennen.

Die Rapidler schlossen nahtlos an ihre Leistung beim torlosen Heimremis am Mittwoch gegen den Tabellenvorletzten Mattersburg an. So lagen die Grün-Weißen nach Hälfte eins in Sachen Ballbesitz mit 70 Prozent klar vor den Riedern, doch in der Offensive agierten sie 70 Minuten lang erneut erschreckend ideen- und harmlos. Deshalb stand am Ende die dritte Auswärtsniederlage in dieser Saison bei den Innviertlern, die auch im Cup-Halbfinale zum "Rapid-Sargnagel" avanciert waren.

Die Gastgeber waren dagegen von Beginn weg brandgefährlich und durften bereits in Minute sechs über die Führung jubeln. Nach einem Hammerer-Einwurf schlug "Rapid-Staubsauger" Kulovits ein folgenschweres Luftloch, wodurch Lexa ideal auf Carril weiterleiten konnte. Und der Spanier ließ die Verteidiger Katzer und Patocka alt aussehen und erzielte sein fünftes Saisontor.

Beim 2:0 in Minute 29 ging es dann blitzschnell: Nach einem kraftvollen Antritt von Linksverteidiger Riegler schloss Mittelfeldmotor Lexa, der Heikkinen und Soma locker stehen ließ, den Konter mit einem wuchtigen Schuss ins Tor perfekt ab. Dass es zur Pause nicht schon 3:0 für die Hausherren hieß, hatten die Rapidler ihrem Schlussmann zu verdanken. Nach Brenner-Flanke wehrte Payer auf der Linie sowohl einen Prettenthaler-Kopfball als auch den Nachschuss von Royer ab (40.).

Nach der Pause schalteten die Innviertler dann im stärker werdenden Regen mit zunehmender Dauer immer mehr zurück. Trotzdem brauchte Rapid bis zur 71. Minute, um erstmals gefährlich zu werden. Ein Hechtkopfball von Prokopic landete an der Stange. Drei Minuten später war dann Salihi-Ersatzmann Nuhiu nach Drazan-Flanke mit dem Kopf zur Stelle und besorgte den Anschlusstreffer. Für den Ausgleich reichte es nicht mehr, obwohl Rapid-Coach Zoran Barisic im Finish mit dem erst 18-jährigen Bundesliga-Debütanten Vasil Kuleski noch einen zweiten Stürmer brachte.

Sollte Salzburg am Sonntag in Mattersburg zumindest einen Punkt holen, dann ist eine Nichtqualifikation für Europa für die Fans der Hütteldorfer bereits bittere Realität. Zuletzt war Österreichs Rekordmeister vor fünf Jahren nach dem fünften Endrang in der Saison 2006/07 international nicht vertreten. Diesmal könnte es noch schlimmer kommen, hat doch Wiener Neustadt nach dem 1:0-Erfolg in Kapfenberg zwei Runden vor Meisterschaftsende nur noch einen Zähler Rückstand. Apropos Wiener Neustadt: Die Niederösterreicher müssen sich auf die Suche nach einem neuen Betreuer machen, denn schon am Montag wird wohl Peter Schöttel als neuer Rapid-Trainer präsentiert.

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