vergrößernverkleinern
Sturm trennen noch zwei Siege vom Meistertitel © APA (rubra)

Sturm Graz trennen noch zwei Siege vom Fußball-Meistertitel. Die Grazer setzten sich beim Fixabsteiger LASK Linz mit 2:0 (1:0)

Sturm Graz trennen noch zwei Siege vom Fußball-Meistertitel. Die Grazer setzten sich beim Fixabsteiger LASK Linz mit 2:0 (1:0) durch und sind damit auch nach der 34. Runde Tabellenführer. Die Tore vor 8.600 Zuschauern erzielten Routinier Samir Muratovic (11.) und Topscorer Roman Kienast (77.). Sturm führt 2 Punkte vor der Austria und vier vor Salzburg, das am Sonntag in Mattersburg gastiert.

Muratovic war lediglich für den angeschlagenen Imre Szabics in die Startformation gerutscht, staubte nach einem von seinem Teamkollegen Thomas Burgstaller per Kopf verlängerten Eckball zu seinem siebenten Saisontor ab. Schon zuvor hatte der 35-jährige Bosnier nach Vorarbeit von Andreas Hölzl mit einem Schuss LASK-Keeper Thomas Mandl geprüft (10.). Ein erster Kopfball von Burgstaller wurde noch auf der Linie geklärt (11.).

Die Grazer dominierten in der Anfangsphase, kamen durch Kienast (18./verstolpert) und Hölzl (22./drüber) zu weiteren Chancen. Dann machte sich aber auch beim Titelkandidaten die Nervosität breit. Der LASK fand deutlich besser ins Spiel und auch einige Möglichkeiten vor. Die Topchance auf den Ausgleich ließ nach der Pause Lukas Kragl aus, scheiterte nach einem Alleingang aus spitzem Winkel an Keeper Christian Gratzei (76.).

Im Gegenzug machte Kienast den Sack mit seinem 19. Saisontreffer zu. Der 27-Jährige, dem bis dahin wenig gelungen war, führt damit gleichauf mit Austrias Roland Linz die Schützenliste an. Kienast verwertete einen Schupfer von Muratovic mit einem satten Schuss direkt, könnte beim Abspiel aber minimal im Abseits gestanden sein. Schon zuvor hatte der agile Hölzl Mandl geprüft (62.) und Kienast eine weitere Gelegenheit kläglich ausgelassen (71.).

Der LASK hatte im Finish nichts mehr zuzusetzen, Sturm blieb damit auch im vierten Auswärtsspiel in Folge ohne Gegentor. Sollte das Team von Franco Foda auch die beiden abschließenden Spiele in Wiener Neustadt und zu Hause gegen Wacker Innsbruck gewinnen, stünde der dritte Meistertitel der Clubgeschichte, der erste seit 1999, fest. "Wir werden Meister", skandierten die 2.000 mitgereisten Sturm-Fans immer wieder siegessicher.

Die Grazer sind seit fünf Runden ungeschlagen, für leichte Verunsicherung hatten lediglich die vergessenen Spielerpässe gesorgt. Der LASK wird allerdings auf einen Protest verzichten. In den vier Saisonduellen mit den Linzern, die von den vergangenen 23 Partien nur eine gewonnen haben, hat Sturm zehn von zwölf möglichen Punkten geholt. Der LASK wartet nach sechs Versuchen weiter auf den ersten Heimsieg und Neo-Trainer Walter Schachner.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel