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Am kommenden Sonntag geht es nach Hütteldorf © APA (Oczeret)

Die Austria hat im Meisterschaftsfinish der Fußball-Bundesliga ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Vor den entscheidenden Runden

Die Austria hat im Meisterschaftsfinish der Fußball-Bundesliga ihre Pflichtaufgabe erfüllt. Vor den entscheidenden Runden gelang es den Wienern dank eines 1:0-Arbeitssieges gegen Wacker Innsbruck am Samstag, den Druck auf Sturm Graz aufrecht zu halten. Bei weiter zwei Zählern Rückstand dürfen sich die Violetten aber auch in den anstehenden Partien gegen Rapid und Salzburg keine Blöße geben.

Die Austria trennen von Sturm aber nicht nur zwei Punkte, sondern auch das um vier Treffer schlechtere Torverhältnis. Demnach müssen die Favoritner schon auf einen kompletten Umfaller der Grazer hoffen. Denn gegen Rapid am kommenden Sonntag und Salzburg am 25. Mai dürfen sich die Violetten wohl keine Schützenfeste erwarten.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass wir am Ende ganz vorne stehen ist geringer als bei Sturm. Aber wir werden alles probieren", erklärte Karl Daxbacher. Dass der grün-weiße Erzrivale vor dem großen Wiener Derby in den Seilen hängt, ist für den Austria-Coach auch kein großer Vorteil. "Das ändert überhaupt nichts. Bei Rapid geht es auch um die Ehre vor den Fans. Für uns gibt es keine günstige Ausgangslage."

Für die jungen Austria-Profis kündigt sich im Vergleich mit dem angeschlagenen Erzrivalen eine neue Geduldsprobe an. Schon gegen Wacker musste sich der Vizemeister eine Halbzeit lang gedulden, ehe Tomas Jun (53.) den Innsbrucker Abwehrriegel knacken konnte. Rapid dürfte vor heimischer Kulisse aber weitaus angriffslustiger agieren als die defensivorientierten Tiroler - was der Austria zu Gute kommen könnte.

Dass die Grün-Weißen der Austria keinen Zentimeter schenken werden, scheint allerdings klar. "Jeder will das Derby gewinnen, da bedarf es keiner zusätzlichen Motivation, da muss man nicht auf die Tabellensituation schauen", meinte Teamspieler Julian Baumgartlinger. Auch mental sah der Salzburger seine Elf nun gefestigter als im Pannenmonat April. "Wir versuchen, den Kopf ein wenig beiseite zu lassen. Und das gelingt uns jetzt zum Glück wieder ein wenig besser."

Beruhigt kann Daxbacher seine persönliche Lage beurteilen. Bei vier Zählern Vorsprung auf den viertplatzierten Cup-Finalisten Ried scheint ein Europacup-Startplatz bereits abgesichert. Der Vertrag des Niederösterreichers verlängert sich damit automatisch um ein weiteres Jahr.

Die ersatzgeschwächten Innsbrucker waren mit ihrer Leistung trotz der Niederlage zufrieden. Gleich acht Spieler mussten sie gegenüber dem 3:0-Sieg in Wien im ersten Saisonduell vorgeben. Trainer Walter Kogler gab dennoch ein Versprechen ab, das die "Veilchen" freuen wird: "Wir werden auch in den letzten beiden Spielen alles geben und wollen so viele Punkte wie noch möglich holen."

Nach dem letztem Heimspiel gegen Fixabsteiger LASK muss der Aufsteiger zum Abschluss bei Meisterschaftsfavorit Sturm antreten. "Wir freuen uns auf jedes dieser Spiele", sagte Kogler. Besonderes Lob gab es vom Kärntner für Torhüter Fabian Schumacher, der als dritter Goalie zehn Minuten vor Anpfiff von seinem Einsatz erfuhr. "Eine tadellose Leistung. Er wird auch in den kommenden zwei Spielen im Tor stehen."

Auch der 24-Jährige war glücklich: "Für mich war es traumhaft. Nach sechs Jahren beim FC Wacker ist für mich am Saisonende Schluss. Jetzt habe ich die Chance, mich ins Schaufenster zu spielen."

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