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"Davon haben wir geträumt" © APA (epa)

Der Autokorso des deutschen Fußball-Meisters Dortmund ist am Sonntag zum Triumphzug in Schwarz-Gelb geworden. Unter ekstatischem

Der Autokorso des deutschen Fußball-Meisters Dortmund ist am Sonntag zum Triumphzug in Schwarz-Gelb geworden. Unter ekstatischem Jubel der Fans umrundete der Meistertruck den Borsigplatz, wo der Verein vor mehr als 100 Jahren gegründet wurde.

10.000 schwarz-gelbe Anhänger feierten lauthals mit der Mannschaft und Trainer Jürgen Klopp, der sich so wie das Gros des Teams hinter einer Sonnenbrille versteckte und zugab: "Ich bin von der Nacht gezeichnet." "Davon haben wir geträumt", sagte Klopp und zeigte sich auch von den Fans überwältigt: "Wenn man in die Gesichter guckt - das kann man sich gar nicht vorstellen." Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der den Verein vor dem finanziellen Ruin bewahrt hatte, meinte: "Man kann das gar nicht richtig fassen. Die Mannschaft hat der Stadt ihren Stolz wiedergegeben."

Überglücklich feierte auch BVB-Stürmer Kevin Großkreutz, ein Kind der Stadt. "Ich bin so stolz. Das kann mir keiner mehr nehmen. Ich bin hier geboren. Ich werde den Verein immer lieben", sagte der 22-Jährige und brüllte den Fans durch ein Megafon Feierparolen zu. Zuvor hatten die Borussen in der stylischen Disco "View", hoch über den Dächern der neuen deutschen Fußball-Hauptstadt, ihr Husarenstück gefeiert. Nicht wenige Profis begaben sich nach durchzechter Nacht von dort aus direkt zum Autokorso durch die City

Zeitgleich mit der Umrundung des Borsigplatzes startete an den Westfalenhallen vor zehntausenden Anhängern ein Bühnenprogramm mit Künstlern von Atze Schröder, Nena bis Guildo Horn und Co. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will auf der Bühne den Dortmundern zum siebenten Titelgewinn gratulieren. Dort wird am Nachmittag nach fünf Kilometer langem Korso durch die Stadt auch die Mannschaft ankommen. Bis zum Abend werden zur Meisterfeier mehr als 200.000 zu Autokorso und Bühnenprogramm erwartet.

Die Dortmunder Polizei zog indes nach den Feiern am Samstag eine positive Bilanz. Es sei weder zu befürchteten Ausschreitungen der Frankfurter Fans noch zu Krawallen bei den nächtlichen Feiern in der Stadt gekommen.

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