vergrößernverkleinern
Bleibt Gladbach in der höchsten Spielklasse? © APA (Archiv/epa)

Vor über 54.000 Fans steigt am Donnerstag (20.30 Uhr) das erste von zwei Relegationsspielen in der deutschen Fußball-Bundesliga

Vor über 54.000 Fans steigt am Donnerstag (20.30 Uhr) das erste von zwei Relegationsspielen in der deutschen Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und Bochum. Mittendrin werden mit Martin Stranzl (Gladbach) und Ümit Korkmaz (Bochum) auch zwei Österreicher sein. Der fünfmalige Meister Gladbach gilt als Favorit, wartet aber seit 15 Pflichtspielen auf einen Sieg im direkten Duell.

Vor einigen Wochen wäre ein Duell um die Erstliga-Zugehörigkeit zwischen diesen Teams noch undenkbar gewesen. Gladbach beendete die Hinrunde abgeschlagen als Tabellenletzter, die Bochumer rangierten eine Liga tiefer zeitweise nur auf Rang zwölf. Nach jeweils starken Rückrunden will Gladbach nun den Absturz vermeiden und Zweitligist Bochum seine Saison mit dem Aufstieg krönen. Wir sind einfach besser und werden uns durchsetzen", ist Gladbachs Neo-Teamspieler Marco Reuss überzeugt. Bochum Trainer Friedhelm Funkel haderte: "Wenn die verflixte Relegation nicht wieder eingeführt worden wäre, dann wären wir schon durch!"

Während die Gastgeber mit Verteidiger Stranzl in der Startelf in Bestbesetzung antreten können, bangt Bochum um Regisseur Mimoun Azaouagh wegen einer Bänderdehnung. Ob Korkmaz oder Azaouagh auflaufen, war offen.

Für beide Teams geht es um enorm viel. Bei einem erneuten Abstieg, dem dritten nach 1999 und 2007, droht Mönchengladbach ein rigider Sparkurs und der Abgang von Leistungsträgern. Sollte Bochum der sechste direkte Wiederaufstieg nicht gelingen, warten auch dort wirtschaftliche Probleme. Die Statistik spricht eher für Gladbach. In bisher zwölf Relegationspartien setzte sich nur vier Mal der Zweitligist durch.

Wirklich lukrativ ist die Relegation für die Vereine trotz des ausverkauften Stadions nicht. Die TV-Einnahmen der beiden Live-Spiele, die laut DFL in 182 Länder übertragen werden, fließen in den Topf der DFL. Nur die Erlöse aus den Kartenverkäufen dürfen die Clubs für sich behalten. Das Rückspiel findet am 25. Mai in Bochum statt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel