vergrößernverkleinern
Darf Sturm schon am Sonntag feiern? © APA (rubra)

Vor zwölf Jahren hat Sturm Graz (60 Punkte) seinen letzten Meistertitel gefeiert. Am Sonntag (16.00 Uhr) könnte die

Vor zwölf Jahren hat Sturm Graz (60 Punkte) seinen letzten Meistertitel gefeiert. Am Sonntag (16.00 Uhr) könnte die Durststrecke zu Ende sein. Mit einem Sieg bei Wiener Neustadt wäre der dritte Meistertitel der Vereinsgeschichte allerdings nur dann vorzeitig perfekt, wenn sich die Verfolger Red Bull Salzburg (59) und Austria (58) "Umfaller" leisten. Das Stadion in Wiener Neustadt ist ausverkauft.

Die Grazer sind seit fünf Runden ungeschlagen (3/2/0) und haben dabei nur einen Gegentreffer kassiert. Der Lauf soll auch in den abschließenden beiden Spielen - am Mittwoch folgt noch die Heimpartie gegen Wacker Innsbruck - fortgesetzt werden. "Diesmal reicht es nicht, nur ungeschlagen zu bleiben. Wir müssen gewinnen, ohne Wenn und Aber", gab Sturm-Coach Franco Foda die Marschroute vor. Eine allzu große Anspannung sei allerdings noch nicht zu spüren. "Das kommt erst am Spieltag", meinte Foda.

5.000 Fans der "Blackies" unterstützen ihre Mannschaft vor Ort und werden im mit 7.000 Besuchern ausverkauften Stadion in der Giltschwertgasse für ein Heimspiel der Grazer sorgen. "Es freut mich, dass so viele Fans mitkommen", betonte Foda. Der Deutsche erwartete allerdings trotz der guten Vorzeichen einen harten Kampf um die drei Punkte. "Wiener Neustadt ist zu Hause sehr stark", war sich Foda bewusst, der auf Perthel (gesperrt) sowie Feldhofer und Wolf (verletzt) verzichten muss.

Dazu kommt, dass der im Sommer zu Rekordmeister Rapid wechselnde Wiener-Neustadt-Trainer Peter Schöttel den Grazern einen heißen Tanz ankündigte. "Wir spielen mit der am stärksten verfügbaren Mannschaft. Für mich ist die Konstellation eine super Geschichte, ich möchte unbedingt gegen Sturm gewinnen", betonte Schöttel. Die drei bisherigen Saisonpartien endeten aus der Sicht der Niederösterreicher mit 2:4, 0:3 und 0:1. Auch das Cup-Finale ging in der vergangenen Saison verloren.

"Die Spieler haben im Training einen guten Eindruck hinterlassen, aber wir wissen auch, dass Sturm auf einer Euphoriewelle daherkommt. Wir werden uns wehren und versuchen zu punkten", fügte der Noch-Wiener-Neustadt-Coach hinzu. Die Niederösterreicher haben noch die kleine Chance auf Rang vier, der von Rapid eingenommene fünfte Platz ist nur einen Punkt entfernt. "Das sollte Motivation genug sein", meinte Schöttel.

Reiter, Haselberger und Felix fallen fix aus, dazu steht Fornezzi wie schon in den letzten Partien nicht mehr im Kader. "Ich weiß nicht, ob ich ihm etwas Gutes tun würde, wenn ich ihn aufstelle. Er ist in Gedanken dabei, wo er nächste Saison spielen wird", begründete Schöttel. Burgstaller hat Adduktorenprobleme, dürfte aber fit werden. Dem Gegner streute der kommende Rapid-Trainer Rosen. "Bei Sturm passt das Gesamtpaket. Das ist eine gute geduldige Mannschaft, mit einem guten Trainer. Sie haben mit Kienast und Szabics das beste Sturm-Duo der Liga", analysierte der 44-Jährige.

Die Niederösterreicher sind für den Fan-Ansturm gerüstet. Die Anzahl der zum Teil auch aus Graz kommenden Ordner wird erhöht, und man steht in engem Kontakt mit der Polizei, sagte Wiener-Neustadt-Manager Alex Gruber. Die Trainerfrage bei den Niederösterreichern soll in der nächsten Woche geklärt werden.

Zu einer Meisterfeier wird es allerdings nicht kommen, die Bundesliga hat sich dazu entschlossen, auch im Falle eines vorzeitigen Titelgewinns der Steirer, den Teller erst im Heimspiel gegen Innsbruck zu übergeben.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel