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Salzburg gegen Ried unter Siegzwang © APA (Archiv/Krug)

Red Bull Salzburg will die Chance auf den dritten Fußball-Bundesliga-Meistertitel in Folge am Sonntag (16.00 Uhr) mit einem

Red Bull Salzburg will die Chance auf den dritten Fußball-Bundesliga-Meistertitel in Folge am Sonntag (16.00 Uhr) mit einem Heimsieg gegen die SV Ried am Leben erhalten. Zwei Runden vor Schluss fehlt den "Bullen" im Titel-Dreikampf ein Punkt auf Tabellenführer Sturm Graz, der in Wiener Neustadt gastiert.

"Nach dem Innsbruck-Spiel habe ich gesagt, dass wir 18 Punkte brauchen. Wir sind bei 12 und müssen noch 6 holen", gab Salzburg-Coach Ricardo Moniz die Marschrichtung auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung vor. Die Salzburger haben unter Moniz im Mai zu alter Stärke gefunden und die jüngsten vier Partien allesamt gewonnen. Nun wartet mit den Riedern allerdings ein äußerst unangenehmer Gegner. Die Elf von Coach Paul Gludovatz hat ebenfalls noch Chancen, sich mit zwei Siegen eventuell über die Meisterschaft für den Europacup zu qualifizieren. "Es wird das schwerste Spiel in der Saison. Ried ist sehr kompakt, ich habe großen Respekt vor der Mannschaft", sagte Moniz. Umso wichtiger sei, dass seine Truppe hundertprozentig konzentriert zu Werke gehe. "Jeder Spieler muss brennen", forderte der Niederländer.

Im Titelkampf setzt der Salzburg-Trainer auf die Schützenhilfe der noch von Peter Schöttel trainierten Wiener Neustädter. "Sturm Graz hat es in der Hand, aber vielleicht liefert Wiener Neustadt für den scheidenden Trainer eine gute Leistung ab", meinte Moniz. Entscheidend werden in den ausstehenden zwei Runden die Nerven sein. "Wir haben gezeigt, dass wir mit Druck umgehen können. Und ich glaube auch in den restlichen zwei Spielen fest an die Mannschaft", sieht Moniz sein Team in einer guten Ausgangsposition.

Die Heimbilanz gegen Ried spricht Bände. Die Salzburger, die im neuen Auswärtstrikot für die kommende Saison einlaufen werden, haben in der Red-Bull-Ära in elf Anläufen noch keine Partie gegen die Oberösterreicher im eigenen Stadion verloren, dabei neun Siege geholt und insgesamt nur drei Gegentore zugelassen. Die letzte Partie in der Red-Bull-Arena endete dank eines Treffers von Wallner mit einem 1:0-Sieg. Der Stürmer hatte auch zuletzt gegen Mattersburg in der Nachspielzeit das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg geschossen.

Die Rieder sind aber gut in Schuss und seit acht Spielen ungeschlagen (0/6/2). "Wir haben heuer schon einen Punkt gegen sie geholt, warum sollten wir nicht wieder einen holen?", fragte Ried-Coach Paul Gludovatz. Der Blick in der Tabelle ist allerdings eher nach hinten als nach vorne gerichtet. Der Abstand beträgt jeweils vier Punkte. "Wir müssen zuerst einmal schauen, dass wir den vierten Platz halten", meinte der Ried-Trainer.

Die Chancen, einen Europacup-Platz über die Meisterschaft zu holen, sind gering. Die Rieder stehen aber noch im Cup-Finale und gehen da als klarer Favorit ins Spiel gegen Austria Lustenau. Trotzdem liegt das Hauptaugenmerk noch nicht auf dem Endspiel. "Das nächste Spiel ist wichtig. Wir werden nicht rotieren, brauchen die Spannung bis zum Schluss", betonte Gludovatz.

Im Mittelpunkt steht vor allem auch Daniel Royer, der am Donnerstag erstmals ins ÖFB-Team einberufen wurde. "Für mich geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung", schwärmte der Mittelfeldspieler. Royer bekam damit vorzeitig ein Geschenk anlässlich seines 21. Geburtstages am Sonntag und könnte sich selbst mit einem Sieg und Tor ein weiteres machen. "Sie werden alles geben, um Meister zu werden. Wir werden aber voll auf Sieg spielen, haben nichts zu verlieren", gab sich Royer kämpferisch. Stocklasa fällt verletzungsbedingt aus, Ziegl ist gesperrt. Der Einsatz der angeschlagenen Glasner und Gebauer ist fraglich.

Bis Freitagmittag waren rund 13.000 Karten verkauft. Bei den Salzburgern wird es auch am Montag spannend, da geben die "Bullen" bekannt, welche der sieben auslaufenden Verträge von Schober, Tremmel, Dudic, Bodnar, Afolabi, Vonlanthen und Cziommer verlängert werden.

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