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Jubel bei der Admira nach dem 5:3 © APA (Pessenlehner)

Erste-Liga-Tabellenführer Admira steht nach fünf Jahren vor der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Die Niederösterreicher

Erste-Liga-Tabellenführer Admira steht nach fünf Jahren vor der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Die Niederösterreicher feierten im Heimspiel der 35. Runde gegen Cup-Finalist Austria Lustenau nach einer packenden Partie sowie 1:3-Rückstand noch einen 5:3-(1:0)-Erfolg und liegen damit vor der letzten Runde am Dienstagabend (ab 18.30 Uhr) weiter drei Punkte vor Verfolger Altach.

Die Treffer vor rund 7.000 Zuschauern, die aufgrund des freien Eintritts in die Südstadt gepilgert waren, erzielten Benjamin Sulimani (45., 93.), Daniel Toth (74.), Stefan Schwab (85.) und Patrik Jezek (91.) bzw. Dursun Karatay (51.), Christoph Stückler (64.) und Danijel Micic (72.).

Gleich zu Beginn stand der erstmals für den ÖFB-Teamkader nominierte Admira-Schlussmann Hans-Peter Berger im Mittelpunkt. Dieser rettete nämlich nach Zwischenbrugger-Idealpass auf Zech in extremis (7.). Erst nach einer Viertelstunde kamen die Gastgeber auf, nach einem Jezek-Freistoß, an dem Austria-Lustenau-Tormann Mendes vorbeiflog, scheiterte Ledezma an der Stange (16.). Auch mit einem aufgesetzten Cemernjak-Fernschuss hatte der Gäste-Keeper arge Probleme, ehe er ihn noch mit Glück in den Corner abwehrte (24.).

Sulimani, der zunächst nach Toth-Pass aus kurzer Distanz an Mendes gescheitert war (41.), brachte die Admira dann aber doch noch knapp vor dem Pausenpfiff in Führung. Nach Vorarbeit von Plassnegger kam der Ball über Schachner, der eigentlich aufs Tor schießen wollte, aber das Spielgerät nicht richtig traf, zum völlig frei stehenden Admira-Stürmer, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Es war zwar der insgesamt 18. Saisontreffer für den Führenden der Torschützenliste, jedoch sein erster seit dem 6:0-Kantersieg am 25. Februar in Gratkorn, also fast drei Monaten.

Zur Pause lag die Admira damit klar auf vorzeitigem Aufstiegskurs. Doch während Altach in Lustenau kurz nach der Pause in Führung ging, kassierten die Niederösterreicher nach einer Unachtsamkeit den Ausgleich: Zech flankte unbedrängt auf den von der Admira-Abwehr sträflich vernachlässigten Dursun Karatay, der mit seinem siebenten Saisontor auf 1:1 stellte.

Danach zeichneten sich auf beiden Seiten die Torleute bei hundertprozentigen Chancen von Sulimani (57.) bzw. Soares (59.) aus, ehe für die Hausherren noch schlimmer kam. Nach einem Karatay-Eckball zog Zech von der Strafraumgrenze ab und via Außenrist vom mit dem Rücken zum Tor stehenden Stückler landete der Ball unhaltbar für Berger im Netz. Nur acht Minuten später verwertete Micic eine weite Idealflanke von Zech zum 3:1 für die Gäste, womit die Vorentscheidung gefallen schien.

Doch nur etwas mehr als 120 Sekunden später gelang Daniel Toth mit einem Schuss von der Strafraumgrenze der schnelle Anschlusstreffer, der eine unglaubliche Schlussoffensive der Admira einleitete und dem Spiel noch die entscheidende Wende gab. Nach einem Gestochere besorgte Stefan Schwab den Ausgleich, ehe in der Nachspielzeit Jezek mit einem Volleyschuss nach Schicker-Flanke und erneut Sulimani nach einem Konter zuschlugen und das Stadion in ein Tollhaus verwandelten. Im letzten Spiel bei der Vienna genügt Admira schon ein Punkt zum Aufstieg.

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