vergrößernverkleinern
Routinier Haas will wieder Meister werden © APA (Leodolter)

Der SK Sturm Graz hat den ersten Meistertitel in der Fußball-Bundesliga seit 1999 voll im Visier. Die Spieler der Truppe von

Der SK Sturm Graz hat den ersten Meistertitel in der Fußball-Bundesliga seit 1999 voll im Visier. Die Spieler der Truppe von Coach Franco Foda sind fokussiert auf die ausstehenden Partien gegen den SC Wiener Neustadt (Sonntag, 16.00 Uhr) und FC Wacker Innsbruck (Mittwoch) und deshalb guter Dinge. "Wir lassen in den letzten zwei Runden nichts mehr anbrennen", betonte Mario Haas.

Der "Edeljoker" kennt das Gefühl Meister zu werden, er war genauso wie Coach Franco Foda (damals als Spieler) und Ferdinand Feldhofer auch beim Meistertitel vor zwölf Jahren schon bei Sturm unter Vertrag. Haas und Foda waren auch beim Titel 1998 schon wichtige Bestandteile der Mannschaft.

"Damals waren viel mehr Routiniers in der Mannschaft. Dieses Mal haben wir eine junge Truppe, aber eine gute Mischung", verglich Haas. Der Zusammenhalt und die gute Stimmung seien gleich wie damals, als er noch mit Hannes Reinmayr und Ivica Vastic ein "magisches Dreieck" gebildet hatte. Der große Unterschied zu den Glanzzeiten 1998-2001 ist die Tatsache, dass die Grazer in dieser Saison als klarer Außenseiter in die Saison gingen. "Unser Vorteil war, dass keiner etwas von uns erwartet hat und wir selber auch nicht", meinte Haas.

Das hat sich nun im Saisonfinish aber stark geändert. Vor allem auch aufgrund der vom Papier her leichteren Auslosung im Vergleich zu den Titelkonkurrenten Salzburg und Austria spricht vieles für die Grazer. "Wir werden Meister, weil wir einen Lauf haben, fünfmal hintereinander nicht verloren haben und bestens eingestellt sind", sagte ein optimistischer Haas.

Die Partie in Wiener Neustadt wird mit 5.000 anreisenden Gäste-Fans zu einem Heimspiel für die Grazer, was einen zusätzlichen Vorteil bringt. "Wir brauchen nur so ins Spiel gehen, wie in die letzten Partien. Wir wissen alle, worum es geht. Wir haben noch zwei absolute Highlights, eigentlich zwei Heimspiele. Die wollen wir auskosten und gewinnen", sagte Haas.

Der Stürmer-Routinier hat in dieser Saison zwar nur beim 1:0-Sieg gegen Wiener Neustadt, wo er auch den entscheidenden Treffer erzielte, von Anfang an gespielt, war allerdings 28 Mal eingewechselt worden und hatte als "Joker" vollauf überzeugt. Mit seinen fünf Saisontoren verbesserte er seine Bundesliga-Gesamtbilanz auf nun schon 143 Tore in 424 Partien.

Am Sonntag könnte er diese weiter aufbessern, in entscheidenden Spielen zu treffen, ist ja keine Seltenheit für den Angreifer. Wie beim 3:0-Heimsieg gegen den damaligen FC Tirol Innsbruck am 29. Mai 1999. Damals hatte er mit einem Doppelpack in der letzten Runde maßgeblichen Anteil am Titelgewinn der Grazer. Foda stand damals übrigens ebenfalls am Platz, Feldhofer kam nicht zum Einsatz.

Ob nach dieser Saison endgültig Schluss ist für Haas bei Sturm, ist noch offen. Der Vertrag des 36-Jährigen läuft mit Saisonende aus. Vertragsentscheidungen - u.a. sind auch die Kontrakte von Feldhofer, Kienzl und Muratovic noch nicht verlängert - wird es aber erst nach dem Mittwoch-Spiel geben.

Für den Fall, dass die Grazer am Sonntag schon in Wiener Neustadt das Titelstück perfekt machen, liegen gedruckte Meisterleiberl bereit. Eine Feier sei allerdings noch nicht geplant, sagte Sturm-Sprecher Markus Hatzl am Freitag. Man erwarte nicht, dass die sportliche Entscheidung schon am Sonntag falle.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel