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Jan Vennegoor of Hesselink schoss erst drei Tore © APA (Pfarrhofer)

Für Jan Vennegoor of Hesselink geht eine Fußball-Saison zu Ende, die der Niederländer am liebsten so schnell wie möglich aus

Für Jan Vennegoor of Hesselink geht eine Fußball-Saison zu Ende, die der Niederländer am liebsten so schnell wie möglich aus seinem Gedächtnis streichen würde. Gerade einmal 13 Pflichtspiele bestritt der im Moment verletzte Stürmer für Rapid, drei Tore blieben als magere Ausbeute - deutlich zu wenig für einen Spieler, der mit der Referenz von 19 Länderspielen für die "Elftal" geholt wurde.

"In der nächsten Saison kann es nur besser werden", seufzte der Stürmer. Nach dem Transfer von Nikica Jelavic zu den Glasgow Rangers wollte Rapid einen renommierten Goalgetter unter Vertrag nehmen und entschied sich für Vennegoor of Hesselink. Der 32-Jährige hatte es davor bei Hull City in der englischen Premier League in 31 Einsätzen nur auf drei Tore gebracht und war daher ablösefrei zu haben.

Sein Debüt gab Vennegoor of Hesselink bei der 0:1-Heimniederlage gegen die Austria am 12. September. Zehn Tage später folgte beim 1:3 in Ried der erste Aufreger: Ried drohte wegen eines schweren Fouls des Niederländers an Stefan Lexa, der einen Kreuzbandriss erlitt, mit dem Gang vors Zivilgericht.

Wieder einen Monat später folgte schon die erste gröbere Muskelverletzung, die Vennegoor of Hesselink bis Jahresende außer Gefecht setzte. Ein neuerlicher Muskelfaserriss im Februar bedeutete neuerlich vier Wochen Pause, die gleiche Blessur brachte den früheren Eindhoven- und Celtic-Angreifer Anfang Mai endgültig zur Strecke - Pause bis Saisonende, Trainingseinstieg erst mit Vorbereitungsbeginn Mitte Juni. "Ich kann mir diese Verletzungen auch nicht erklären", sagte Vennegoor of Hesselink.

Trotz des Seuchenjahres fühlt sich der Familienvater bei Rapid gut aufgehoben. "Das ist ein großartiger Verein mit großartigen Mitarbeitern, die auch in schlechten Zeiten immer zu mir gehalten haben." Bei aller vereinsinternen Unterstützung haftet Vennegoor of Hesselink aber der Ruf eines Fehlkaufs an, was der Niederländer auch nicht bestreitet. "Aber wenn ich nicht spiele, kann ich nicht das Gegenteil beweisen."

Seine Qualitäten will er bei Rapid in der kommenden Saison unter Beweis stellen. "Ich werde versuchen, von Beginn an topfit zu sein und dann zu zeigen, was ich kann", kündigte Vennegoor of Hesselink an.

Dass der Niederländer, der bei Rapid zu den Großverdienern zählt, seinen bis 2012 laufenden Kontrakt überhaupt erfüllen wird, ist allerdings noch nicht in Stein gemeißelt. Die Hütteldorfer könnten möglicherweise eine vorzeitige Vertragsauflösung anstreben, auch wenn Stefan Ebner, Sportmanager für wirtschaftliche und organisatorische Angelegenheiten im Profi-Bereich, beschwichtigte: "Es ist keine Entscheidung in irgendeine Richtung gefallen." Der künftige Cheftrainer Peter Schöttel wollte sich mit Hinweis auf seine beiden ausstehenden Partien als Coach des SC Wiener Neustadt nicht zu dieser Personalie äußern.

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