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RB-Coach Moniz muss den Titel nun abschreiben © APA (Krug)

Red Bull Salzburg muss eine Runde vor Schluss der Fußball-Bundesliga die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung

Red Bull Salzburg muss eine Runde vor Schluss der Fußball-Bundesliga die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung begraben. Ein Eigentor von Rabiu Afolabi in der 84. Minute kostete die "Bullen" am Sonntag gegen die SV Ried den Sieg. Nach dem 2:2 (1:0) beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Sturm Graz zwar drei Punkte, Salzburg hat aber das um zwölf Treffer schlechtere Torverhältnis.

Dank Treffern von Christoph Leitgeb (45.) und Joker Alan (58.) lagen die "Bullen" in einem über weite Teilen offenen Schlagabtausch mit Cup-Finalist Ried lange Zeit durchaus verdient auf Erfolgskurs, gingen schließlich aber noch k.o. Ried, das bereits seit neun Spielen ungeschlagen ist, stieß indes auf Rang vier vor.

In einer schnellen, offensiv geführten Anfangsphase meldeten sich die "Bullen" schon nach 18 Sekunden mit einem Leitgeb-Kopfball zu Wort, die Antwort der Oberösterreicher ließ nichts zu wünschen übrig: Erst traf Royer aus wenigen Metern das Außennetz (5.), kurz darauf verhinderte nur Tremmel nach Guillem-Kopfball mit einer starken Parade die Gästeführung (9.).

Ried präsentierte sich gut eingestellt, kam in der Folge zwar kaum mehr zu guten Möglichkeiten, ließ aber auch wenig zu. So zog der explosive Zarate nach einem Konter unwiderstehlich in den Strafraum, sein Schuss von der rechten Seite wurde aber von Ried-Goalie Hesl entschärft (17.). In der 36. Minute wäre Hesl ein Zarate-Flachschuss unter dem Bauch fast ins Tor durchgerutscht.

Wenige Sekunden vor dem Ende der ersten Hälfte aber ließen sich die drei Rieder Dreier-Ketten düpieren - mit entscheidender Folge: Die kurze Verwirrung nach einem angeblichen Foul an Zarate im Mittelfeld nützte Hierländer zu einer weiten Flanke auf Leitgeb. Der konnte auf den zögerlichen Hesl zulaufen, weil Hadzic das Abseits aufgehoben hatte, und schob überlegt zum 1:0 ein (46.).

Ried zeigte sich unbeeindruckt: Drei Minuten nach Wiederbeginn verlängerte Glasner per Kopf einen Corner aufs lange Eck, wo der heranspringende Reifeltshammer zum Ausgleich einschoss (48.). Nur zehn Minuten später war aber wieder Salzburg dank eines Joker-Tors in Front: Der nur eine Minute zuvor für Dudic eingewechselte Alan schloss einen Konter nach Zusammenspiel mit Wallner erfolgreich ab - wieder wirkte die Rieder Abwehr beim langen Ball auf den Brasilianer nicht sattelfest. Es war für Alan bereits das sechste Tor im siebenten Einsatz unter Neo-Coach Ricardo Moniz.

Diese Führung war verdient, tat Salzburg doch klar mehr für das Spiel und zeigte - im Gegensatz zu vielen anderen Auftritten in dieser Saison - auch nach dem Gegentor den klaren Willen zum Sieg. Doch ein Blackout Afolabis nach Stanglpass von Schrammel ließ den Vorhang über die Meisterambitionen fallen (84.). Dabei hätte man in einer wild-engagierten Schlussphase noch die Chance auf den Sieg gehabt: In der ersten Minute der Nachspielzeit vergab der kurz zuvor eingewechselte Boghossian aus Kurzdistanz mit seiner ersten Ballberührung die Riesenchance auf den Sieg, Hesl rettete Ried schließlich mit einer Glanzparade gegen Wallner den Rieder Punkt.

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