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Pangl fordert Konsequenzen © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Von einem "schwarzen Sonntag" hat auch Fußball-Bundesliga-Vorstand Georg Pangl nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby

Von einem "schwarzen Sonntag" hat auch Fußball-Bundesliga-Vorstand Georg Pangl nach den Ausschreitungen beim Wiener Derby zwischen Rapid und Austria gesprochen. Das Wichtigste sei aber, dass nun die entsprechenden Konsequenzen nach und Lehren aus dem Abbruch gezogen werden.

"Fakt ist, dass die Bundesliga wegen der Sicherheitsfrage immer wieder das Happel-Stadion als Derby-Schauplatz in die Diskussion eingebracht hat. Deshalb ist es jetzt schön, dass nun aus dem Westen Wiens solche Töne zu hören sind. Rapid-Präsident Rudolf Edlinger hat ja selbst dafür plädiert, das Derby ins Happel-Stadion zu verlegen", betonte Pangl, der die traurigen Szenen via TV mitverfolgt hatte.

Der Strafsenat wird sich mit dem Abbruch am Montagnachmittag auseinandersetzen. Laut Pangl ist in dieser Causa "Eile geboten", da bereits am Mittwochabend die letzte Meisterschaftsrunde auf dem Programm steht und deshalb die Wertung des Spiels möglichst schnell festgelegt werden sollte.

"Es sollte eine Entscheidung fallen, aber man darf dem Strafsenat natürlich nicht vorgreifen. Es kann immer wieder zu einer Vertagung kommen, wenn ein bestimmter Zeuge vorgeladen und gehört werden muss", erklärte der Bundesliga-Vorstand zum Prozedere. Es ist aber auch denkbar, dass am Montagnachmittag vorerst nur die Ergebnisbeglaubigung vom Strafsenat behandelt wird und etwaige Strafen gegen Rapid erst später ausgesprochen werden.

Die Vereinsleitung von Rapid entschuldigte sich indes am Abend in einer Aussendung "bei allen Fußball-Fans für das unentschuldbare Verhalten von bestimmten Chaoten (...). Wenn die eigenen Fans den Platz stürmen und Menschen bedrohen, gehört dieses Vorgehen aufs Allerschärfste verurteilt, denn der Schaden für den Verein ist in jeder Hinsicht enorm. Der SK Rapid wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und aller Härte kompromisslos gegen die Verursacher vorgehen", teilte der Rekordmeister mit.

Gleichzeitig kündigten die Hütteldorfer nach dem "rabenschwarzen Tag" an, dass "ab der neuen Saison in Sachen Fanpolitik des Vereins ein neuer Weg eingeschlagen wird, damit solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können".

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