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Daxbacher will sich Beispiel an sich selbst nehmen © APA (Oczeret)

Trainer Karl Daxbacher kann sich im Finish der Fußball-Bundesliga den Spieler Karl Daxbacher zum Vorbild nehmen. Erst fünfmal

Trainer Karl Daxbacher kann sich im Finish der Fußball-Bundesliga den Spieler Karl Daxbacher zum Vorbild nehmen. Erst fünfmal hat in der Nachkriegszeit ein Verfolger in der Schlussrunde den Tabellenführer noch gestürzt und den Meistertitel geholt. Vor 30 Jahren war auch Daxbacher in einer ähnlichen Konstellation wie am Mittwoch (20.30) einer der Glücklichen.

Die Austria Wien war 1980/81 als Tabellenzweiter hinter Sturm Graz in die letzten 90 Minuten der Saison gegangen und hatte den Titel noch geholt. Mit dem Verteidiger Daxbacher, nun Trainer der Austria, die am Mittwoch mit einem Sieg gegen Titelverteidiger Red Bull Salzburg und mit Schützenhilfe von Wacker Innsbruck den Spitzenreiter noch abfangen kann. Der heißt wieder Sturm Graz.

Felix Gasselich (2), Walter Schachner, Thomas Pfeiler, Ruben Plaza und Petko Petkov hatten die Austria am 20. Juni 1981 in Dornbach zu einem 6:1-Erfolg über den GAK geschossen. Für viele unvergesslich sind die Jubeltänze von GAK-Torhüter Savo Ekmecic trotz der sechs Gegentreffer. Denn Ekmecic freute sich, dass Sturm durch ein 1:4 gegen Rapid doch noch den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte verspielt hatte. Sturm war mit einem Punkt Vorsprung in die Schlussrunde gegangen, doch während Rapid dem Wiener Stadtrivalen Schützenhilfe leistete, blieb sie vom Grazer Lokalrivalen aus.

Die Austria hatte ein zweites Mal in der Schlussrunde aus der Verfolgerrolle den Titel geholt. In einem denkwürdigen Finale gewannen die Violetten am 3. Juni 1992 das direkte Duell gegen Salzburg durch Treffer von Andi Ogris und Toni Pfeffer mit 2:1. 40.000 Zuschauer waren im Wiener Prater-Stadion (heute: Happel-Stadion) live dabei.

1986/87 dagegen verspielte die Austria als Tabellenführer in der Schlussrunde den Meisterteller. Die Austria kam damals nur zu einem 2:2 bei Sturm, der Titel ging an den SK Rapid, der sich durch ein 2:1 gegen den Sportclub und dank des um fünf Treffer besseren Torverhältnisses durchsetzte.

Bis dahin drehten nur zwei oberösterreichische Clubs in der Schlussrunde die Meisterschaft. 1964/65 verlor Rapid gegen den GAK 0:1, der LASK nützte mit einem 2:0 bei der Vienna die Gunst der Stunde und holt sich als erster Verein aus den Bundesländern den Titel. 1973/74 profitierte wieder ein Club aus Linz von einem Umfaller des Tabellenführers. Diesmal stürzte Wacker Innsbruck durch ein 0:0 bei Sturm Graz von der Spitze, VÖEST Linz feierte dank eines 2:0 gegen die Vienna den einzigen Meistertitel der Clubgeschichte.

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