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Die Kür soll vor eigenem Publikum folgen © APA (Archiv/Parigger)

Der SK Sturm Graz hat die Pflicht vor der letzten Fußball-Bundesliga-Runde erledigt, am Mittwoch soll nun die Kür folgen. Im

Der SK Sturm Graz hat die Pflicht vor der letzten Fußball-Bundesliga-Runde erledigt, am Mittwoch soll nun die Kür folgen. Im Heimspiel gegen den FC Wacker Innsbruck gilt es mit einem Sieg den dritten Meistertitel iperfekt zu machen. Der Tabellenführer geht mit zwei Punkten Vorsprung auf die Austria und dem um zwei Treffer besseren Torverhältnis ins Rennen. Anstoß zum finalen Showdown ist um 20.30 Uhr.

Die Wiener empfangen zeitgleich den Tabellendritten und Titelverteidiger Salzburg, der nur mehr theoretische Titelchancen hat. Die Grazer haben im Saisonfinish bisher Nervenstärke bewiesen, sind nach dem 0:3 zu Hause gegen Salzburg am 16. April in sechs Spielen ungeschlagen geblieben. "Wir haben sechs Endspiele positiv absolviert und sind jetzt voll fokussiert auf das Siebente", sagte Sturm-Graz-Coach Franco Foda. Die Partie in Wiener Neustadt hat den Grazern viel Substanz gekostet, deshalb wurde seit Montag vor allem auf Regeneration Wert gelegt. "Wir haben es selbst in der Hand, müssen aber noch einmal alles investieren. Es wird noch ein spannendes Finale", ist sich Foda bewusst.

Der Deutsche muss seine Abwehr umbauen, Ferdinand Feldhofer fehlt weiter verletzungsbedingt, zudem ist Thomas Burgstaller gesperrt. Der eigentliche Außenverteidiger Martin Ehrenreich könnte deshalb im Zentrum aufgeboten werden. Die Anspannung vor dem "Finale" wird von Stunde zu Stunde größer. "Das steht außer Frage", meinte Foda. Die Grazer absolvierten am Dienstagabend ihr Abschlusstraining und treffen sich am Mittwochvormittag zur Regeneration, ehe sie in einem Hotel in Graz kaserniert sind und von dort am Abend zum Spiel fahren.

"Wie es unser Trainer vorhergesagt hat, fällt die Entscheidung in der letzten Runde. Wir müssen wieder an unsere Grenzen gehen und schauen, dass wir die Nerven behalten", betonte Goalie Christian Gratzei. Der ÖFB-Teamtormann hat in den jüngsten sechs Partien nur zweimal hinter sich greifen müssen. Noch positiver stimmt die "Blackies" die Heim-Bilanz im direkten Duell mit den Tirolern, zuletzt gab es vier Zu-Null-Siege in Folge. "Wenn du gewinnen musst, ist es gegen jeden Gegner schwer. Es gibt keine 'gmahte Wiesn' mehr. Es kann immer alles passieren", rechnete der Ex-Austrianer Joachim Standfest mit einer starken Gegenwehr der Innsbrucker.

Die UPC-Arena ist seit Wochen mit 15.400 Zuschauern ausverkauft, die Grazer hätten laut Vereinsangaben rund 25.000 Karten absetzen können. Deshalb könnte es auch zu einem Public Viewing auf dem Stadion-Vorplatz kommen. Das war Dienstagmittag allerdings noch nicht fixiert. Die Meisterfeier würde am Donnerstagnachmittag (voraussichtlich 18.00 Uhr) auf dem Grazer Hauptplatz stattfinden. Bezüglich möglicher Feierlichkeiten nach der offiziellen Meisterteller-Übergabe durch die Bundesliga wollte man sich nicht in die Karten blicken lassen, stattdessen spontan entscheiden.

Das Gefühl, den Teller überreicht zu bekommen, kennen einige Sturm-Akteure genau. Mario Haas und Ferdinand Feldhofer waren genauso wie Foda (als Spieler) und Tormanntrainer Kazimierz Sidorczuk (als Goalie) schon beim jüngsten Titelgewinn 1999 dabei. "Ich habe schon einmal erlebt, dass die Steiermark bebt. Jetzt wird es hoffentlich wieder so sein. Dann wird eine große Party gefeiert, gibt es 'Ramba Zamba'", sagte Stürmer-Routinier Haas.

Die Innsbrucker reisen zwar mit dem letzten Aufgebot an, wollen dem Tabellenführer aber noch die Suppe versalzen. "Wir fahren sicher nicht nur nach Graz, um dem Meister zu gratulieren. Wir wollen auch etwas mitnehmen", betonte Wacker-Coach Walter Kogler. Gerade nach den Vorkommnissen in der vergangenen Runde sei es für seine Truppe wichtig, sich ernsthaft zu präsentieren. "Damit es nicht im Meisterschaftsfinish noch einmal einen schalen Beigeschmack gibt", sagte der Innsbruck-Trainer.

Die zuletzt fehlenden Merino und Harding treten die Reise an, werden aber laut Kogler sicher nicht die nötige Kraft für 90 Minuten haben. Neben dem gesperrten Schreter fallen die Goalies Planer und Grünwald sowie Ildiz, Pranter, Kofler und Löffler verletzungsbedingt fix aus. Die Abwehrspieler Bea und Dakovic sind zudem angeschlagen. Für die Innsbrucker (50 Punkte) geht es noch darum, Tabellen-Rang fünf zu verteidigen, die direkten Konkurrenten sind Rapid (50/beim LASK) und Wiener Neustadt (49/in Mattersburg).

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