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Schlechte Saison für Rapid und LASK © APA (Archiv/Neubauer)

Im Linzer Stadion steigt am Mittwoch (20.30 Uhr) ein Duell zweier Mannschaften, die das Saisonende der Fußball-Bundesliga wohl

Im Linzer Stadion steigt am Mittwoch (20.30 Uhr) ein Duell zweier Mannschaften, die das Saisonende der Fußball-Bundesliga wohl gar nicht mehr erwarten können. Der abgeschlagene Tabellenletzte und Absteiger LASK empfängt den sechstplatzierten Rekordmeister Rapid, der zuletzt von sportlichen Misserfolgen und von den Randalen im Derby am Sonntag gegen die Austria schwer mitgenommen wurde.

Aufgrund der jüngsten Vorkommnisse wollten sich weder Interimscoach Zoran Barisic vor seinem letzten Match noch die Kicker vor der Partie öffentlich äußern. "Die Spieler sollen jetzt einmal ihren Kopf freibekommen", sagte Pressesprecher Sharif Shoukry. Die seit sechs Pflichtspielen sieglose Mannschaft absolvierte seit dem abgebrochenen Derby kein einziges Training und steigt am Mittwoch um 16.00 Uhr, viereinhalb Stunden vor Spielbeginn, in den Bus Richtung Linz.

Nicht dabei ist neben den verletzten Steffen Hofmann, Boris Prokopic und Jan Vennegoor of Hesselink auch Veli Kavlak, der im Moment in Karlsruhe an der Genesung von einer Knieverletzung arbeitet. Der ÖFB-Teamspieler wird am Freitag oder Samstag in Wien erwartet und könnte dann schnell nach Istanbul weiterreisen, um seinen Transfer zu Besiktas unter Dach und Fach zu bringen.

Eine Einigung zwischen Rapid und dem Arbeitgeber von Ekrem Dag steht unmittelbar bevor. Angeblich könnte Rapid eine Ablöse von rund 500.000 Euro für den Mittelfeldspieler kassieren, dessen Vertrag mit Jahresende ausläuft.

Beim LASK steht der Abschied der drei Spanier Juan Ramon Ruano Santana, Ruben Lopez und Aridany Tenesor schon fest. Justice Majabvi verhandelt derzeit mit mehreren Vereinen, darunter auch mit dem deutschen Zweitligisten Ingolstadt. Die Zukunft von Goalie Thomas Mandl in Linz wird sich am Mittwoch entscheiden. Ansonsten soll der Kader für die Erste Liga so weit wie möglich gehalten werden. "Es ist noch keiner gekommen, der weg will", betonte Trainer Walter Schachner.

Der Steirer wünscht sich einen würdigen Abschied von der Bundesliga, gab aber auch zu: "Bei uns ist die Luft ein bisschen draußen. Ich bin froh, dass diese Saison vorbei ist." Der bis auf weiteres letzte Auftritt im Oberhaus soll zumindest friedlich über die Bühne gehen. "Ich hoffe, dass diese Fans, die im Hanappi-Stadion auf den Rasen gelaufen sind, zu Hause bleiben. Denn wenn wir 2:0 in Führung gehen, stürmen sie vielleicht wieder", vermutete Schachner.

Auf seinen Club kommen aufgrund des Platzsturmes in Wien Mehrausgaben zu, weil die Zahl von Polizisten und Ordnern erhöht werden musste. Rund 1.000 Rapid-Anhänger werden in Linz erwartet.

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