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Sumann prophezeit ein beispielloses Spektakel © APA (epa)

Die vergangene, von gesundheitlichen Problemen geprägte Weltcup-Saison ist für Österreichs Biathleten abgehakt. Bereits seit

Die vergangene, von gesundheitlichen Problemen geprägte Weltcup-Saison ist für Österreichs Biathleten abgehakt. Bereits seit Mitte April bereiten sich Routinier Christoph Sumann und Co. auf den kommenden Winter vor. Das Ziel ist klar: die WM Anfang März in Ruhpolding. "Das wird das bisher größte Biathlon-Spektakel überhaupt", meinte Sumann, der zuletzt in Chanty-Mansijsk WM-Bronze geholt hatte.

Ruhpolding könnte das letzte Großereignis für den 35-Jährigen sein, Olympia 2014 in Sotschi ist für den zweifachen Silbernen von Vancouver 2010 laut eigenen Angaben kein Thema mehr. "Ruhpolding ist für mich ein Riesenziel", betonte Sumann am Mittwoch in einer Pressekonferenz im Rahmen des Sporthilfe-Forums in Schladming. "Alles was nachher ist, wird nachher entschieden."

Für das Ziel WM-Gold läuft die Vorbereitung bereits seit fünf Wochen. "Wir glauben zu wissen, wo die Probleme begraben gelegen sind. Wir brauchen also nicht großartig viel verändern", meinte Sumann. "Das System läuft weiter." Derzeit absolviert der Steirer mit ÖSV-Chefcoach Reinhard Gösweiner in Windischgarsten Privattraining - und er fieberte dem möglichen Titelgewinn seines Herzensclubs Sturm Graz in der Fußball-Bundesliga entgegen.

Ein Parasitenbefall nach dem Weltcup in Östersund hatte dem österreichischen Team die halbe Saison gekostet. Die Equipe hatte dadurch nicht an die Erfolge der beiden vorangegangenen Winter anschließen können. "Sich jedes Jahr zu steigern, ist schwierig", erinnerte Sumann. "Es war aber auch eine gute Schule. Vielleicht sind wir nicht ganz richtig mit der Situation umgegangen."

In der WM-Staffel etwa hatte es nur zu Platz neun gereicht, nachdem auch Schnellschütze Simon Eder und Jungstar Dominik Landertinger lange Zeit von Erkrankungen zurückgeworfen worden waren. Nach kurzer Erholungspause nach Saisonende ist das Duo wieder bei Kräften. "Übertreiben darf man aber noch nicht", erklärte Eder. "Wir wollen uns nur eine vernünftige Grundlage schaffen."

Landertinger strotzt nach einem verpatztem Winter wieder vor Tatendrang, hat bereits in der zweiten Aprilwoche mit dem Training begonnen. "Das ist sogar noch früher als sonst", verriet der Massenstart-Weltmeister von 2009. Mehr als 1.000 Schuss gibt Landertinger pro Woche ab. "Ich bin gesund, fühle mich voll fit und auch die Werte stimmen. Wir werden unsere Hausaufgaben so gut wie möglich machen", versprach der 23-Jährige.

Neue Gewehre werden angepasst, auch die Ernährung den besonderen Ansprüche angepasst. Bereits seit der vergangenen Saison wird das ÖSV-Team in dieser Hinsicht von Sponsor Kornspitz unterstützt. Der oberösterreichische Backmittelhersteller versorgt die Biathleten auf all ihren Weltcup-Stationen mit vollwertigem Brot. "In manchen Ländern ist das ja eine Katastrophe", erinnerte Landertinger. "Daran ist es sicher nicht gelegen, dass es im vergangenen Winter nicht so gut gelaufen ist", betonte Eder.

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