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LASK geht mit Anstand, aber ohne weiteren Punkt © APA (rubra)

Der SK Rapid Wien hat am Mittwoch einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschied geschafft. Die Hütteldorfer gewannen in der 36.

Der SK Rapid Wien hat am Mittwoch einen halbwegs versöhnlichen Saisonabschied geschafft. Die Hütteldorfer gewannen in der 36. Runde auswärts gegen Absteiger LASK dank Treffern von Heikkinen (35.) und Salihi (48.) bzw. Kaufmann (4.) mit 2:1 (1:1), sicherten sich noch Rang fünf und feierten unter Interimscaoch Zoran Barisic nach zuletzt sechs erfolglosen Pflichtspielen wieder einen Sieg.

Knapp 900 Rapid-Fans reisten drei Tage nach dem Platzsturm im Derby gegen die Austria nach Linz, verzichteten aber auf eine Unterstützung ihrer Mannschaft. Stattdessen entrollten sie Transparente, auf denen zu lesen war: "Auch wenn ihr euch für uns geniert - durch eure sportliche Leistung ist das Pulverfass explodiert."

Davon unbeeindruckt kamen die Grün-Weißen schon nach wenigen Sekunden zur ersten Chance, als LASK-Goalie Mandl bei einem Kopfball von Salihi sein ganzes Können aufbieten musste. Auf der Gegenseite machte es Kaufmann besser - der Linzer zog nach einer zu kurzen Kopfball-Abwehr von Sonnleitner aus 18 Metern volley ab und traf genau ins Kreuzeck. Rapid-Tormann Hedl, der den Vorzug gegenüber Payer bekommen hatte und so zu seinem Abschiedsspiel kam, blieb ohne Chance.

Danach war beiden Teams anzumerken, dass sie nach einer völlig missratenen Saison den Urlaub herbeisehnten. Etwas engagierter wirkten vorerst noch die Linzer, die bei einem knappen Fehlschuss von Kaufmann (17.) dem 2:0 nahe kamen. Rapid fand nur langsam in die Gänge und hatte bei einer Doppelchance von Salihi (22.) Pech.

Der einzige wirklich gelungene Rapid-Spielzug vor der Pause führte schließlich zum Ausgleich. Drazan schlug eine weite Flanke in den Strafraum, und Saurer legte per Kopf ab für Heikkinen, der den Ball direkt nahm und zum 1:1 einschoss. Für den entscheidenden Treffer sorgte schließlich Salihi in der 48. Minute. Katzer durfte unbehelligt auf der linken Seite nach vorne marschieren, seine Flanke nickte der Albaner unbedrängt am Fünfer ein.

In der Folge verabsäumte es Rapid, einen höheren Sieg herauszuschießen. Bei Schüssen von Nuhiu (62.) und Trimmel (63.) rettete Mandl, bei weiteren Versuchen von Trimmel (76.) und Salihi (91.) die Latte. Diese Aktionen quittierten die Wiener Fans weitgehend geräuschlos. Halbwegs laut wurde es nur, als die Rapid-Viertelstunde eingeklatscht wurde und die Nachricht von den Verlusttoren der Austria die Runde machte.

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