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Stöger schlüpft in mehrere Rollen © APA (Pessenlehner)

Peter Stöger ist am Donnerstag offiziell als neuer Sportchef des SC Wiener Neustadt präsentiert worden. Mit dem

Peter Stöger ist am Donnerstag offiziell als neuer Sportchef des SC Wiener Neustadt präsentiert worden. Mit dem österreichischen Ex-Teamkicker auf der Trainerbank wollen die Niederösterreicher das dritte Jahr in der Fußball-Bundesliga erfolgreich bestreiten. Stöger wird auch für die sportlichen Belange abseits den Spielfeldes verantwortlich sein. Sein Vertrag läuft bis Sommer 2013.

Klares Saisonziel ist für den Tabellensiebenten der abgelaufenen Meisterschaft der Klassenerhalt. "Oberstes Ziel ist es, in der Liga zu bleiben", meinte Stöger, der den mit Saisonende zu Rapid abgewanderten Peter Schöttel ablöst. Sein Amt antreten wird der 45-Jährige mit Trainingsstart am 16. Juni. Inzwischen kämpft der vierfache Meister als Spieler der Austria (3) sowie Rapid noch mit dem GAK in der Regionalliga Mitte um den Aufstieg in die Erste Liga.

Auf den 65-fachen Internationalen wartet in Wiener Neustadt keine leichte Aufgabe. Mit dem Rückzug von Mäzen Frank Stronach müssen die Blau-Weißen auch ihre finanziellen Möglichkeiten nach unten schrauben. Mit jungen, hungrigen Spielern will man mit dem Thema Abstieg trotzdem nichts zu tun haben.

"Aufgrund der wirtschaftlichen Situation müssen wir einen sportlich anderen Weg einschlagen. Den Weg des Ausbildungsvereins", erklärte Präsident Manfred Rottensteiner. Die Entscheidung für Stöger sei von Vereinsseite rasch getroffen worden. "Mit dem neuen Sportchef haben wir eine gute Wahl getroffen, die unsere Voraussetzungen erfüllt."

Stöger, der zuletzt bis Herbst 2006 gemeinsam mit Frenkie Schinkels als sportliche Leiter der Austria in der Bundesliga tätig war, sah der Aufgabe hoffnungsfroh entgegen. "Ich bin sehr froh, dass ich wieder die Möglichkeit habe, in der höchsten Spielklasse arbeiten zu dürfen. Diesen Verein längerfristig in der Bundesliga zu etablieren, mit jungen österreichischen Spielern in der Liga zu bleiben, ist eine reizvolle Aufgabe." Oberste Prämisse sei die Weiterentwicklung von talentierten Kickern, sowie "offensiver Fußball, den die Leute und auch ich als Trainer sehen wollen."

Vertrauen darf Stöger auf das bereits unter Schöttel arbeitende Betreuerteam. Der selbst als Kandidat auf den Cheftrainerposten gehandelte Manfred Schmid bleibt Co-Trainer, Günter Kreissl trainiert die Torhüter. Beide kennt Stöger noch aus seiner langjährigen Spieler-Karriere bei der Wiener Austria. Mario Posch soll den Übergang zwischen Amateuren und Profis besser koordinieren.

Vordergründig steht in Wiener Neustadt nun aber die Kaderplanung für die kommende Saison an. Mit Torhüter Saso Fornezzi, Pavel Kostal, Christian Thonhofer, Guido Burgstaller und Hannes Aigner haben den SC bereits fünf Stammkräfte verlassen. Auch Alexander Grünwald steht vor allem bei der Austria hoch im Kurs. "Es laufen Gespräche, auch andere Vereine sind interessiert. Aber er hat noch einen Vertrag bis 2012", erklärte Rottensteiner.

Augenscheinlich ist, dass erfahrene Spieler im Kader weitgehend fehlen. "Wenn wir Routine bekommen, die charakterlich und finanziell dazupasst, kann es sein, dass wir noch wen dazuholen", sagte Stöger. Vordergründig wolle man allerdings Kicker holen, die sich noch weiterentwickeln wollen und können. Ein wenig Spielraum für Verpflichtungen ist laut Club-Boss Rottensteiner vorhanden: "Wir haben genügend Luft, noch den einen oder anderen Spieler zu holen."

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