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Windtner hofft auf Platini als nächster FIFA-Chef © APA (Archiv/Gindl)

ÖFB-Präsident Leo Windtner fordert angesichts der jüngsten Korruptionsvorwürfe rund um die FIFA Reformen ein. Sonst läuft

ÖFB-Präsident Leo Windtner fordert angesichts der jüngsten Korruptionsvorwürfe rund um die FIFA Reformen ein. Sonst läuft der Fußball-Weltverband laut dem Oberösterreicher Gefahr, massiv an Glaubwürdigkeit zu verlieren. "Es muss ein notwendiger Schuss Transparenz kommen, und ich gehe davon aus, dass er kommen wird, sonst wäre das nicht gut für die FIFA", meinte Windtner.

Die Spekulationen um angebliche Bestechungszahlungen im Zusammenhang mit der FIFA-Präsidentenwahl und den Vergaben der WM 2018 und 2022 müssten dringend aufgearbeitet werden. "Es ist höchste Zeit, dass eine klare Sicht geschaffen wird, um die Vorwürfe, die im Raum stehen, zu entkräften", erklärte Windtner.

Nach dem Rückzug von Mohamed Bin Hammam scheint die letztmalige Wiederwahl von Joseph Blatter nur noch Formsache zu sein. Einen Wunsch-Nachfolger für den Schweizer in vier Jahren hat Windtner längt gefunden - UEFA-Präsident Michel Platini. "Er steht jetzt noch nicht zur Verfügung, aber ich würde es mir wünschen, dass er nach Blatters letzter Amtszeit FIFA-Präsident wird, weil er für das Positive im Fußball steht", sagte der 60-Jährige.

Unter dem Franzosen könnte dann auch die von vielen Seiten geforderte Reform der WM-Vergabe erfolgen. Bisher wurde im Exekutivkomitee über den Austragungsort einer Weltmeisterschaft entschieden. "Dieser Modus ist zu überdenken", betonte Windtner.

Eine nachträgliche Aberkennung der WM-2022-Gastgeberrolle für Katar kann sich der ÖFB-Präsident nur sehr schwer vorstellen, obwohl FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke in einem vertraulichen E-Mail an Jack Warner von einer "gekauften" WM sprach. "Ich gehe davon aus, dass eine fixe Vergabe nicht revidiert wird - es sei denn, es ändern sich in dem Land massiv die Verhältnisse, zum Beispiel in punkto Infrastruktur", meinte Windtner.

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