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Manuel Neuer wechselt zu Bayern München © APA (dpa)

Rechtzeitig vor dem EM-Qualifikationsspiel in Wien hat Deutschlands Fußball-Teamtorhüter Manuel Neuer seinen Wechsel von

Rechtzeitig vor dem EM-Qualifikationsspiel in Wien hat Deutschlands Fußball-Teamtorhüter Manuel Neuer seinen Wechsel von Schalke 04 zu Bayern München unter Dach und Fach gebracht. Sichtlich befreit geht Neuer in die Partie im Ernst-Happel-Stadion. "Es wird ein harter Kampf, Österreich wird sehr motiviert sein. Wenn wir unser spielerisches Potenzial abrufen, sollten wir aber gewinnen", so Neuer.

Neuer warnt vor der ÖFB-Offensive. "Harnik hat mit Stuttgart schon gegen mich getroffen, Janko ist als großer Spieler bei Standards gefährlich und über die Freistöße von Fuchs weiß ich natürlich auch bescheid." Das lange Warten auf das Offiziellwerden des Transfers nach München hat an Neuers Nerven genagt. "Es hat sich lange hingezogen. Gut ist, dass ich dem Druck standgehalten und gute Leistungen gezeigt habe. Ganz einfach war es aber nicht", meinte der Neo-Bayern-Goalie. Jetzt freut sich Neuer "riesig auf die große und spannende Herausforderung beim besten Verein in Deutschland".

Bis 2016 bindet sich Neuer mit hoch dotiertem Vertrag an die Münchner - mit klaren Zielen. "Ich weiß, dass ich noch nicht am Optimum angelangt bin. Und ich will so viele Titel wie möglich gewinnen", sagte Neuer. Teamchef Joachim Löw war einer der ersten Gratulanten. "Ich sehe den Wechsel als logischen Schritt. Bayern München hat immer den Anspruch, jedes Jahr Champions League zu spielen mit dem Anspruch, ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Sie spielen jedes Jahr um Titel mit."

Neuer sorgte für den zweitteuersten Wechsel innerhalb der deutschen Bundesliga. Nur für Mario Gomez überwiesen die Bayern 2009 mit 35 Millionen Euro an den VfB Stuttgart noch mehr. Der Sockelbetrag von 18 Millionen Euro für Neuer kann sich durch Nachschläge bei Bayern-Erfolgen in den kommenden Jahren auf bis zu 25 Millionen Euro erhöhen.

Neuer freut sich auf München - auch wenn er bei den Gastspielen mit Schalke in der vergangenen Saison von einem Teil der Bayern-Fans fast feindselig empfangen worden war. Er will auf die Kritiker zugehen. "Ich habe noch keine konkrete Strategie", erklärte der bisherige Ur-Schalker, denkt aber an ein "offenes Gespräch".

Pluspunkte dürfte Neuer bei manchen Münchnern sammeln, da er bereits das bayrische Kleidungsstück Nummer eins im Kasten hat. "Ich habe eine Lederhose, die haben mir aber nicht die Bayern geschenkt."

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