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Grund zur Freude bei ÖFB-Generalsekretär Ludwig © APA (Archiv/Pfarrhofer)

Das Gastspiel von Deutschland in Wien im Rahmen der EM-Qualifikation lässt für den Österreichischen Fußball-Bund die Kassa

Das Gastspiel von Deutschland in Wien im Rahmen der EM-Qualifikation lässt für den Österreichischen Fußball-Bund die Kassa klingeln. "Der Brutto-Umsatz wird die Millionen-Grenze erreichen", meinte ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig. Die genauen Zahlen wird es in zwei Wochen geben, denn die Kosten für ein neues Ticketing- und Eingangsschleusen-System sind noch offen.

Offen ist auch noch, ob Österreich in Gruppe A vielleicht doch noch Rang zwei erobert und Mitte November die Play-offs bestreiten darf. Wenn nicht, dann wird Österreich zu diesem Termin mit hoher Wahrscheinlichkeit ein freundschaftliches Länderspiel in der Ukraine bestreiten. "EM-Ausrichter Ukraine hat höchstes Interesse, und der ÖFB steht dem positiv gegenüber", sagte Ludwig über die Kontakte zum EM-Co-Gastgeber 2012.

Nach den Partien am Freitag gegen Deutschland und dem Test am Dienstag in Graz gegen Lettland blickt man im ÖFB gespannt in Richtung 30. Juli. Da werden in Rio de Janeiro die Qualifikations-Gruppen für die WM 2014 in Brasilien ausgelost. Noch ist nicht fix, in welchem der sechs Lostöpfe sich die Österreicher befinden werden. "Aber wir müssen ohnehin wie immer zwei Große schlagen, um dabei zu sein", weiß Ludwig, der einen etwas eigenartig klingenden Wunsch für die Auslosung hat.

"Ich wünsche mir aus dem ersten Topf Spanien. Weil solche Teams wollen jedes Spiel gewinnen und leisten sich keine Umfaller", so Ludwig, der sich dadurch bessere Chancen auf Rang zwei ausrechnen würde. Sollte Österreich die EM 2012 verpassen, dann könnte die WM-Quali bereits im kommenden Frühjahr starten. Ludwig betonte, dass Partien gegen weitere Nicht-EM-Teilnehmer eventuell bereits Ende Februar oder Anfang Juni gespielt werden könnten.

Eine Arbeitsgruppe des Europäischen Verbands (UEFA) zerbricht sich derzeit über eine Reform des Länderspielkalenders ab 2014 den Kopf. Demnach soll es dann im März, September, Oktober und November jeweils einen Doppeltermin geben. Für Ludwig mindestens genauso wichtig wäre, Termine wie die heurige U20-WM in Kolumbien zu Pflichtterminen zu machen. Derzeit gilt ja für derartige Turniere keine Abstellungspflicht für die Vereine.

"Es wäre höchste Zeit, dieses Problem zu lösen. Es ist ja längst keine Rarität mehr, dass junge Spieler Bestandteil von Profi-Mannschaften sind", merkte Ludwig an und verwies etwa auf die Österreicher David Alaba und Aleksandar Dragovic. Deren WM-Einsatz für Österreich in Kolumbien ist nach wie vor offen.

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