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Tiroler sitzt wohl sicher im Sattel © APA (epa)

Der beinahe gefühlte Sieg der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Deutschland hat mehrere Gewinner gebracht -

Der beinahe gefühlte Sieg der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Deutschland hat mehrere Gewinner gebracht - einer davon ist der ÖFB-Teamchef. Dietmar Constantini sitzt trotz des 1:2 am Freitag im Wiener Happel-Stadion wohl so sicher wie schon seit langem nicht im Sattel.

Spätestens nach den beiden 0:2-Niederlagen in der EM-Qualifikation im März gegen Belgien und die Türkei schien Constantini nur noch ein Nationaltrainer auf Zeit zu sein. Die von ÖFB-Präsident Leo Windtner geforderte kontinuierliche Weiterentwicklung war nicht sichtbar, die Chancen auf eine Teilnahme an der EURO 2012 in Polen und der Ukraine schon nach fünf Partien minimal.

Mit dem Mut der Verzweiflung und einem "Schuss Wahnsinn", den Constantini im Vorfeld der Partie gefordert hatte, setzte der Teamchef alles auf eine Karte und kam dem Sieg nahe. Kapitän Marc Janko musste auf der Bank Platz nehmen, dafür brachte der 56-Jährige mit Erwin Hoffer, Martin Harnik und David Alaba eine äußerst flinke ÖFB-Offensivabteilung, die den Deutschen große Probleme bereitete.

Die am Freitag oft praktizierte Taktik mit weiten Bällen auf die schnellen Offensiven machte sich bezahlt und ließ auch DFB-Bundestrainer Joachim Löw an der Outlinie toben - ein persönlicher Triumph für Constantini, der sich noch am Donnerstag geärgert hatte, als er von einem Journalisten mit seiner Aussage konfrontiert worden war, wonach Taktik überbewertet sei.

Nicht nur mit seiner Aufstellungsvariante schaffte es der Teamchef, der ÖFB-Auswahl neues Leben einzuhauchen. Für Spaltpilz Marko Arnautovic blieb diesmal nur ein Platz auf der Abrufliste, was dem Teamgeist innerhalb der Mannschaft wohl nicht schadete. Und durch diese Partie brachte der Tiroler auch wieder jene Stimmen zum Schweigen, die ein ÖFB-Comeback von Andreas Ivanschitz und Martin Stranzl gefordert hatten.

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