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Überraschender Abgang des rumänischen Teamchefs © APA (epa)

Rumäniens Fußball-Teamchef Razvan Lucescu hat am Samstag seinen Rücktritt erklärt. Nicht einmal 24 Stunden nach dem wichtigen

Rumäniens Fußball-Teamchef Razvan Lucescu hat am Samstag seinen Rücktritt erklärt. Nicht einmal 24 Stunden nach dem wichtigen 3:0-Heimsieg in der EM-Qualifikation über Bosnien-Herzegowina kam diese Entscheidung des 42-Jährigen, die vom Verband in einer knappen Aussendung bestätigt wurde, sehr überraschend. Laut Medienberichten soll Lucescu wieder Trainer bei Rapid Bukarest werden.

Die Rumänen verbesserten sich mit dem zweiten Sieg in der laufenden Quali auf Platz vier der Gruppe D und haben vor den Dienstagspielen nur noch einen Zähler Rückstand auf die zweitplatzierten Weißrussen. Auf Spitzenreiter Frankreich fehlen fünf Punkte.

Unterdessen steht die französische Fußball-Nationalmannschaft trotz einer stolzen Serie von acht Spielen ohne Niederlage am Pranger. Nach dem mageren 1:1 im EM-Qualifikationsspiel in Weißrussland wurde am Samstag vor allem Bayern-Star Franck Ribery kritisiert. "Ribery trifft seit 15 (Länder-)Spielen nicht mehr", titelte die Sporttageszeitung "L'Equipe", die dem Flügelflitzer eine egoistische Spielweise vorwarf. Im Nationaltrikot traf Ribery zuletzt am 1. April 2009 beim 1:0 gegen Litauen.

Das Sportportal "Sport24" schimpfte gar: "Was hat Ribery in dieser Mannschaft noch zu suchen?" Nationaltrainer Laurent Blanc räumte ein: "Wir wollten hier gewinnen, aber man muss zugeben, dass wir nicht besser als der Gegner waren." Die Spieler seien auch nach der langen Saison müde "und keine Maschinen".

Vor 20.000 Zuschauern hatte Barcelonas Champions-League-Sieger Eric Abidal bei seinem Comeback nach der Lebertumor-Operation den Gegner mit einem Eigentor (20.) in Führung gebracht. Florent Malouda glich zwei Minuten später aus. Die "Equipe tricolore" hielt Verfolger Weißrussland mit dem Remis in Gruppe D mit vier Punkten Vorsprung auf Distanz und hat weiter beste Chancen auf die direkte EM-Qualifikation.

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