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Team will wiedergewonnene Beliebtheit konservieren © APA (Pfarrhofer)

Wiedergewonnene Sympathiepunkte bei den Fans waren der Lohn für Österreichs Fußball-Team nach dem 1:2 in der EM-Qualifikation

Wiedergewonnene Sympathiepunkte bei den Fans waren der Lohn für Österreichs Fußball-Team nach dem 1:2 in der EM-Qualifikation gegen Deutschland. Diesen leichten Aufwärtstrend will das Team am Dienstag in Graz im Test gegen Lettland auf keinen Fall wieder zerstören. "Wenn wir aber jetzt nicht für einen positiven Saisonabschluss sorgen, dann war alles für die Katz", meinte Kapitän Christian Fuchs.

Für Martin Harnik ist die Partie gegen die Letten ein perfekter Gradmesser, um für die Zukunft an der Beständigkeit und Nachhaltigkeit zu arbeiten. "Mit dem Deutschland-Spiel haben wir uns die Messlatte höher gelegt. Jetzt müssen wir an diese Leistung anknüpfen. Auch gegen einen Gegner, der vielleicht nicht ganz so attraktiv ist", forderte Offensivkraft Harnik.

"Wir wissen alle, dass es wichtig ist, jetzt nachzulegen. Das wird kein Spaziergang, wir werden uns vor dem Urlaub alle noch einmal zerreißen", versprach Julian Baumgartlinger. Der Mittelfeldspieler hofft, dass Österreich nicht nur in der Rolle des krassen Außenseiters überzeugen kann. "Ich erwarte keinen Sturmlauf der Letten. Wenn wir so aggressiv und beherzt wie gegen Deutschland auftreten, wird sich der Rest von alleine ergeben", sagte der Austria-Wien-Akteur.

Alleine schon aufgrund des Fehlens der kompletten Innenverteidigung Emanuel Pogatetz/Paul Scharner wird es zu Umstellungen kommen. Manuel Ortlechner und der nachnominierte Christopher Dibon vom Bundesliga-Aufsteiger Admira werden das Abwehrzentrum bilden. "Dibon ist ein Hoffnungsträger für die Zukunft", meinte Co-Trainer Manfred Zsak vor dem A-Team-Debüt des U21-Teamkapitäns.

"Ortlechner und Dibon haben so viel Klasse, dass am Dienstag nichts Negatives passieren wird", ist sich der langjährige Teamverteidiger Zsak sicher. Ein komplett umgekrempeltes Team werden Dietmar Constantini und sein Betreuerteam aber nicht aufbieten. "Wir werden nicht die komplette Mannschaft umdrehen. Der Großteil vom Deutschland-Spiel wird auch am Dienstag beginnen", verkündete Zsak, "ohne dem Teamchef vorgreifen zu wollen".

Aufgrund der veränderten Ausgangslage im Vergleich zum Match gegen den Giganten Deutschland stellte Zsak aber infrage, ob man wieder auf zwei Defensive (Baumgartlinger, Stefan Kulovits) im Mittelfeld setzen muss. Zsak kündigte ein offensiver ausgerichtetes Team als gegen die Deutschen mit neuerlich zwei Stürmern - eventuell Harnik und Roman Kienast - an.

Das ÖFB-Trainerteam hat am Sonntag die EM-Quali-Partie der Letten gegen Israel per Video studiert. Allerdings nicht jene vom Samstag, sondern jene vom 26. März - beide Partien endeten mit einer 1:2-Niederlage der Letten. Der Respekt vor dem EM-Teilnehmer 2004 ist groß. "Wer glaubt, dass das eine gmahte Wiesn wird, der täuscht sich komplett. Die Letten sind körperlich sehr robust, gehen ohne Rücksicht auf Verluste in die Zweikämpfe. Und sie haben auch spielerisch gute Leute, das wird sehr schwierig", warnte Zsak vor den Letten, die als Weltranglisten-77. drei Plätze hinter Österreich liegen.

Zsaks Rezept für Dienstag klingt recht einfach: "Wenn die Spieler ans Deutschland-Match anknüpfen, dann wird es ein versöhnlicher Saisonabschluss werden. Wenn sie glauben, dass es auch im Stehen geht, dann werden wir nicht gewinnen."

Um an nützliche Informationen über Lettland zu kommen, wählte Zsak am Sonntag die Telefonnummer seines ehemaligen Austria-Wien-Teamkollegen Jewgeni Milewski. "Den Anruf hätte ich mir aber sparen können, Milewski ist der beste Freund des lettischen Teamchefs Aleksandrs Starkovs."

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