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Zwei Tore im ersten Länderspiel für Marvin Martin © APA (epa)

Der Stars um Franck Ribery und Co haben in der "Equipe tricolore" Konkurrenz erhalten. Fußball-Frankreich jubelte nach dem

Der Stars um Franck Ribery und Co haben in der "Equipe tricolore" Konkurrenz erhalten. Fußball-Frankreich jubelte nach dem 4:1-Sieg über die Ukraine in Donezk dem eingewechselten Offensiv-Allrounder Marvin Martin zu. Der 22-Jährige hatte in seinem ersten Länderspiel eine Show abgeliefert, in der Schlussphase zweimal getroffen (87./91.) getroffen und das 3:1 durch Younes Kaboul (89.) vorbereitet.

"Martin besser als (Zinedine) Zidane", titelte daher am Dienstag die Sportzeitung "L'Equipe". Auch Ex-Idol Zidane hatte bei seinem Debüt für die "Bleus" 1994 gegen Tschechien nach der Einwechslung in der 63. Minute zwei Tore geschossen. Martin schaffte vor 11.200 Zuschauern in nur 15 Minuten zusätzlich eine Torvorlage. Aber es geht nicht nur um Zahlen: "Er (Martin) hat herausragend gespielt", stellte "L'Equipe" fest.

Teamchef Laurent Blanc, der mit seinem Team eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage hat (sieben Siege und zwei Remis) lobte die "jungen Wilden" um Martin, Kaboul, Kevin Gameiro 58.), Mamadou Sakho und Blaise Matuidi in höchsten Tönen. Sie würden die Stammspieler nun unter Druck setzen: "Bravo! Wer hätte gedacht, dass die Neuen die Toren schießen würden. Das wird die Konkurrenz im Team beleben".

Martin vermochte unterdessen sein Glück kaum zu fassen: "Mensch, ich denke, ich träume. Ich werde diesen Tag niemals vergessen", sagte der Mann, der diese Saison beim Ligue-Fünften FC Sochaux zum besten Vorlagengeber Frankreichs avanciert war. Nicht nur die Medien, sondern auch die Teamkollegen waren von der Leistung Martins angetan. "Es heißt nicht mehr ZZ (Zidane), jetzt heißt es MM!", schrie Yann M'Vila in der Kabine.

Auch Franck Ribery, der in der 64. Minute eingetauscht worden war, lobte den Neuling: "Er ist ein guter Spieler. Nicht viele schießen im ersten Spiel zwei Tore." Er warnte den Shooting Star aber auch: "Das Härteste kommt noch." Der Flügelflitzer war nach dem 1:1 in der EM-Qualifikation am Freitag in Weißrussland von den französischen Medien scharf kritisiert worden. Seit April 2009 und nunmehr 16 Spielen traf Ribery im blauen Trikot nicht mehr.

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