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Erste-Liga-Meister wehrt sich gegen die Vorwürfe © APA (Pfarrhofer)

Ein brisanter Bericht vom Sonntag beschäftigt derzeit die Fußball-Bundesliga. Die Tageszeitung "Kurier" schrieb, dass

Ein brisanter Bericht vom Sonntag beschäftigt derzeit die Fußball-Bundesliga. Die Tageszeitung "Kurier" schrieb, dass Bundesliga-Aufsteiger FC Trenkwalder Admira die Lizenzbestimmungen verletzt habe. Club-Boss Richard Trenkwalder soll mit "doppelten Verträgen" arbeiten und damit für eine Verzerrung des Wettbewerbs sorgen.

Der "Kurier" druckte Faksimiles von zwei Verträgen ein und desselben Admira-Spielers ab, ohne aber dessen Namen zu nennen. "Der Fußballprofi (...) wurde 2010 vom damaligen Zweitliga-Verein Trenkwalder Admira unter Vertrag genommen, besser gesagt: unter Verträge. (...) In einem Generalvertrag wurde sein monatliches Fixum mit 6.000 Euro netto festgeschrieben. Im offiziellen Vertrag, der bei der Bundesliga hinterlegt werden muss und als Grundlage für die Lizenzierung dient, ist lediglich von 5.500 Euro brutto die Rede", schrieb der "Kurier".

Auch bei den Prämien gebe es "eklatante Unterschiede: 1.000 Euro netto pro Meisterschaftspunkt im Trenkwalder-Generalvertrag. 1.000 Euro brutto im Bundesliga-Vertrag."

Die APA konfrontierte am Pfingstmontag Vereins-Präsident Trenkwalder mit diesen Vorwürfen. "Ich glaube, wir haben keinerlei Bestimmungen verletzt", sagte der 63-jährige Unternehmer und beschwerte sich darüber, dass "der Kurier wieder einmal nur einen Teil der Verträge herzeigt, denn die Firma Trenkwalder übernimmt als Zusatzsponsor einen Teil der Gehaltszahlungen. Schon im Februar hat der Kurier einen Mörderartikel gemacht, der total haltlos war." Bereits damals hatte die Tageszeitung über einen "Generalvertrag, auf dem deutlich höhere Bezüge als auf dem offiziellen Bundesliga-Vertrag vermerkt waren", berichtet.

Laut Trenkwalder handelt es sich bei den nun abgedruckten Faksimiles um die Verträge des spanischen Mittelfeldspielers "Manu Hervas aus dem Jahr 2009". Bundesliga-Vorstand Georg Pangl meldete sich zu den Vorwürfen am Pfingstmontag in einer Aussendung zu Wort. "Wir nehmen diesbezügliche Medienberichte sehr ernst. Es ist der gleiche Prozess, wie er auch schon im Frühjahr abgelaufen ist. Die entsprechenden Gremien werden genau prüfen, ob es Bestimmungsverletzungen gegeben hat. Integrität ist eine wesentliche Säule des Bundesliga-Betriebs. Als Bewerbshüter der Meisterschaft tun wir alles, um die Einhaltung der Bestimmungen durchzusetzen", betonte Pangl.

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