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Auf hohe Siege wie jene von Mexiko gewettet © APA (epa)

Drei Gold-Cup-Spiele stehen nach einem Bericht von "Spiegel Online" unter Manipulationsverdacht. Die Partien der

Drei Gold-Cup-Spiele stehen nach einem Bericht von "Spiegel Online" unter Manipulationsverdacht. Die Partien der Fußball-Meisterschaft des Verbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (CONCACAF) stünden im Fokus von Interpol, des Internationalen Verbandes (FIFA) und der CONCACAF, berichtete "Spiegel Online" am Samstag. Welche Spiele, wurde zunächst noch nicht bekannt.

Auf dem asiatischen Wettmarkt sei es bei den Spielen zu ungewöhnlich hohen Einsätzen gekommen. Vor allem auf hohe Siege wurde gesetzt. Zwei der strittigen Partien endeten 5:0, eine 4:0. Bei dem Turnier verlor Kuba in der Vorrunde zweimal mit 0:5 gegen Mexiko und Costa Rica, außerdem gewann Mexiko 5:0 gegen El Salvador. Jeweils mit 0:4 verlor der Inselstaat Grenada gegen Mexiko und gegen Guatemala. Die CONCACAF hat nach "Spiegel Online"-Informationen inzwischen bei Buchmachern wegen der hohen Wetteinsätze angefragt. Das Gold-Cup-Finale steigt am Sonntag in einer Woche (26. Juni).

Die Fußballwelt wurde zuletzt immer wieder von Wettskandalen erschüttert. In Italien gerieten 60 Spiele der ersten, zweiten und dritten Liga wegen Manipulationsverdachts ins Fadenkreuz der Ermittler. Außerdem erregte ein FIFA-Schiedsrichter Misstrauen, als er bei der Partie Nigeria gegen Argentinien (4:1) acht Minuten Nachspielzeit gab und einen Handelfmeter pfiff, den Argentinien zum Ehrentreffer nutzte. Die FIFA leitete deshalb Vorermittlungen ein.

Vor einem Monat wurde Wettbetrüger Ante Sapina in Bochum zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er 2008 und 2009 28 Spiele manipuliert hatte. Betroffen waren auch Partien der WM-Qualifikation, der Europa League sowie Liga-Spiele in Österreich.

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