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Gregoritsch startet mit seinem Team in die Saison © APA (Krug)

Mit zwei Überraschungen hat Fußball-Bundesligist SV Kapfenberg beim Trainingsauftakt aufgewartet. Die Verpflichtungen von Marco

Mit zwei Überraschungen hat Fußball-Bundesligist SV Kapfenberg beim Trainingsauftakt aufgewartet. Die Verpflichtungen von Marco Sahanek (WAC/St. Andrä), Marc Sand (Leverkusen II), Danijel Micic (A. Lustenau) und David Harrer (Austria Amateure) waren schon bekanntgewesen. Mittelstürmer Franck Matondo und der Offensivspieler Roman Prokoph wurden dagegen den 100 anwesenden Fans erstmals vorgestellt.

Prokoph hatte 2010 in Deutschland den Sprung vom Zweierteam des VfL Bochum in die Bundesliga-Elf geschafft. Für Matondo, der in der vergangenen Saison bei Straßwalchen in der Salzburger Liga mit 36 Treffern zum neuen Rekordtorschützen avancierte, ist es der erste Profivertrag seiner Karriere. "Ich bin mir mit Kapfenberg einig und werde noch heute den Vertrag unterzeichnen", erklärte die neue Stürmerhoffnung der Steirer. KSV-Cheftrainer Werner Gregoritsch erhofft sich vom ungarisch-kenianischen Doppelstaatsbürger frischen Wind im Angriff, der durch den Abgang von Deni Alar zu Rekordmeister Rapid und die hartnäckige Verletzung des Serben Srdjan Pavlov dezimiert worden ist.

Auch der Wechsel von Trainersohn Michael Gregoritsch zur TSG 1899 Hoffenheim ist beschlossene Sache. Am Wochenende reist die Familie Gregoritsch nach Hoffenheim, um die Unterschrift unter den bereits vorbereiteten Vertrag zu setzen. Das 17-jährige Talent wird von Hoffenheim erworben und vorerst nach Kapfenberg verliehen. Je nach Entwicklung des Spielers bei seiner Stammelf Kapfenberg erfolgt der Wechsel in die deutsche Bundesliga. "Frühestens nach der Saison 2011/12, es ist auch möglich, dass Michael noch länger bei mir in Kapfenberg bleibt", erklärte Gregoritsch Senior.

Nach den obligatorischen Laktat-Tests reisten die KSV-Spieler noch am Montag in ihr erstes Trainingscamp nach Piberstein in die Weststeiermark. In Hitzendorf steht am Freitag ein Testspiel gegen den dortigen Fünftligisten auf dem Programm, am Samstag folgt in der Grazer UPC-Arena die erste Standortbestimmung. Beim Gedenkturnier für den im März im Alter von 42 Jahren verstorbenen ehemaligen Gratkorn-Trainer Michael Fuchs trifft der SV Kapfenberg auf Meister SK Sturm, GAK, FC Gratkorn und Hartberg. "Wir wollen das Turnier gewinnen", legte Gregoritsch seinen Spielern die Latte hoch.

Angesprochen auf die Ziele für die neue Bundesligasaison, die vierte der Kapfenberger seit dem Wiederaufstieg 2008, erklärte Gregoritsch: "Primäres Ziel ist der Klassenerhalt. Obwohl wir Deni Alar abgegeben haben und wahrscheinlich auch Milan Fukal verlieren werden, mache ich mir diesbezüglich keine Sorgen. Mit einer jungen und giftigen Mannschaft streben wir die 40-Punkte-Marke an und wollen im Cup zumindest bis in das Semifinale vorstoßen."

Die Entscheidung, ob Abwehrspieler Milan Fukal (36) noch eine Saison beim KSV 1919, wie der Club seit dem Ausstieg des Namensponsors Superfund jetzt offiziell heißt, anhängen wird, sollte noch am Montagabend fallen. Cheftrainer Gregoritsch will den Spieler mit einem stark leistungsorientierten Vertrag halten. "Aber es gilt auch wirtschaftliche Komponenten zu beachten", weiß der Coach, dass KSV-Präsident Erwin Fuchs das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat.

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