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Neymar bracht die Brasilianer in Führung © APA (epa)

Der FC Santos hat den alten Ruhm aus Peles Tagen neu belebt. Der brasilianische Club siegte erstmals seit 1962 und 1963 wieder

Der FC Santos hat den alten Ruhm aus Peles Tagen neu belebt. Der brasilianische Club siegte erstmals seit 1962 und 1963 wieder bei der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Pendant zur europäischen Champions League. Die Mannschaft um Brasiliens Jungstar Neymar besiegte Penarol Montevideo (Uruguay) am Mittwoch im Pacaembu-Stadion in Sao Paulo verdient mit 2:1. Das Hinspiel war 0:0 ausgegangen.

Den Siegeszug leitete der 19-jährige Neymar unmittelbar nach der Pause ein. In der 47. Minute schoss er Santos in Führung. Danilo erhöhte auf 2:0 (69.), nach dem Eigentor durch Durval (80.) keimte bei den Gästen aus Uruguay noch einmal Hoffnung auf. Doch da war Pele, unter dessen Führung Santos 1962 und 1963 seine ersten beiden Copa-Libertadores-Titel holte, schon von der VIP-Lounge auf dem Weg zum Rasen. "Ich verspüre ein riesige Freude", sagte der 70-jährige Jahrhundertfußballer, der bei der Pokalübergabe jeden einzelnen Spieler umarmte.

Neymar war nach dem Spiel völlig ergriffen. Er kniete auf dem Rasen, Trainer Muricy Ramalho drückte und küsste ihn. Tränen flossen. Der schlaksige Stürmer mit dem Irokesenschnitt wurde überall geherzt und umarmt. Mit dem Titelgewinn ist Santos für die im Dezember stattfindende Club-WM, den Nachfolger des Weltpokals, qualifiziert. Vor fast 50 Jahren hatte Santos im Anschluss an die Copa jeweils auch den Weltpokal geholt.

Ob Neymar dann noch für Santos stürmt, bleibt abzuwarten. Medien meldeten am Mittwoch, der Wechsel zu Real Madrid sei perfekt. Santos verlange 45 Millionen Euro für sein Juwel. Ob Gerücht oder nicht, selbst Pele äußerte sich schon: "Ich würde ihm raten, zu Real Madrid zu gehen." Neben Neymar gehört auch Paulo Henrique Ganso (21) zu den Hoffnungsträgern, auf die Brasilien bei der WM 2014 zählt.

Der Santos-Triumph wurde nach dem Abpfiff nur kurz getrübt, als es auf dem Spielfeld zu hässlichen Szenen kam. Spieler aus beiden Lagern gingen brutal aufeinander los. Die Polizei konnte die Handgreiflichkeiten zunächst nicht unterbinden.

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